Shadows Of Steel - Crown Of Steel

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VÖ: 30.09.2013
Bandinfo: Shadows Of Steel
Genre: Power Metal
Label: UNDERGROUND SYMPHONY
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Lineup  |  Trackliste

Power Metal aus Italien? Ja, das gab's doch schon mal - und auch bei den Genovesen von SHADOWS OF STEEL (was für ein Bandname!) gibt es durchaus gewohnte Kost: Schnellen, epischen Power Metal mit großen Chören und eingängigen Hooks, wenngleich die Herren nicht ganz so verspielt und kompositorisch vertrackt zu Wege gehen wie die Genre- und Landskollegen von RHAPSODY OF FIRE und auch den Fokus mehr auf Gitarrenarbeit denn auf opulente Orchester-Arrangements legen.

Dabei stehen auch hinter SHADOWS OF STEEL keine unbekannten Namen: Bereits 1997 wurde die Band gegründet, aber um die Jahrtausendwende auf Eis gelegt, als Keyboarder Andrew McPauls bei den italienischen Melodic Metallern von LABYRINTH und VISION DIVINE einstieg. 2002 veröffentlichte man dann das bislang letzte Studioalbum "Second Floor", ehe sich die Bandleute dann ob des ausbleibenden Erfolgs jedoch vor allem diversen Tribute-Bandprojekten zuwandten und auch Sänger Wild Steel die Band verließ.

Dieser ist nun jedoch für "Crown Of Steel" ebenso zurückgekehrt wie der Rest seiner Bandmitglieder und nun schicken sich SHADOWS OF STEEL an, ihre Schatten nochmal über den europäischen Power Metal zu werfen. Leider, so muss man sagen, sind sie da wohl gut zehn Jahre zu spät dran: Denn mittlerweile hat sich das Songwriting der RHAPSODY'schen Machart natürlich einerseits abgenutzt und andererseits auch weiterentwickelt, während SHADOWS OF STEEL dieser Entwicklung mit ihrem dritten Album noch etwas nachhinken.

Freilich, hier sind Routiniers am Werk, die ihr Handwerk verstehen und so geht auch rein spielerisch bei SHADOWS OF STEEL alles in Ordnung; leider hapert es in punkto Songwriting aber dann doch etwas. Die Songs sind meist etwas zu lang ausgefallen und teilweise wenig inspirierte Refrains werden bis zur Abnützung wiederholt, wie etwa an "Never Say Goodbye" oder "The Light In Your Eyes" deutlich erkennbar.

Schlecht ist "Crown Of Steel" nun beileibe nicht geworden und Fans der italienischen Melodie-Kost werden sicherlich ihren Spaß mit der Platte haben, zumal Tracks wie der Titeltrack oder auch "Outsider" durchaus zu gefallen wissen. Um anno 2014 aber wirklich in der Oberliga des europäischen Melodic Metal mitspielen zu können, müssen die Herren noch etwas an Songwriting und Präsentation feilen. So bleibt "Crown Of Steel" ein nur durchschnittliches Album, das weder für Begeisterungsstürme noch für verzweifeltes Kopfschütteln sorgen wird.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (14.01.2014)

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