Axel Rudi Pell - Into The Storm

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VÖ: 17.01.2014
Bandinfo: AXEL RUDI PELL
Genre: Melodic Hardrock
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste

Es gibt Dinge und Ereignisse, die immer wieder kehren: Am 24. Dezember kommt das Christkind, Österreich gewinnt den Nationencup im Schifahren, verliert aber jede Fußballqualifikation und alles wird teurer.

Und alle paar Jahre bringt AXEL RUDI PELL ein neues, hochwertiges Album heraus und geht danach auf Tour. So auch 2014 im Jubiläumsjahr der Band um Meister Axel Rudi: 25 Jahre ARP und das 15. Studioalbum. Und auch was Neues gibt es zu vermelden: Nach 13 Jahren im selben Line-Up wird es eine Veränderung an den Drums geben: Mike Terrana tanzt als gefragter Drummer auf vielen Hochzeiten, sodass die Terminpläne nicht mehr kombinierten und daher musste schweren Herzens Ersatz gesucht werden. Bobby Rondinelli hat allein durch seine musikalische Vergangenheit (u.a. RAINBOW, BLACK SABBATH, BLUE ÖYSTERCULT, DORO) einen ausgezeichneten Ruf und daher war seine Verpflichtung keine große Überraschung.

Aber diese Veränderung ist schon das einzig Neue, denn „Into The Storm“ passt sich nahtlos an die Klassiker der Johnny-Gioeli-Ära an: Höchste musikalische Qualität – nicht mehr und nicht weniger (wenn man klassischen Hard Rock liebt). Das Album verzichtet nicht auf den seit Jahrzehnten unverwechselbaren ARP-Stil, ohne sich selbst zu kopieren, jeder Song ist eigenständig. Alle Protagonisten agieren wieder in Höchstform: Johnny Gioeli gehört unbedingt zu den besten Hard-Rock-Sängern dieses Planeten, Axel Rudi Pell kann sich mit den besten Gitarristen messen, Ferdy Doernberg ist nicht umsonst ein sehr gefragter Keyboarder und Produzent, Volker Krawczak und Bobby Rondinelli bilden eine kongeniale Rhythmusfraktion, die ihresgleichen sucht.

Das obligatorische Intro nennt sich diesmal „The Inquisitorial Procedure“ und die ersten Kracher „Tower Of Lies“, „Long Way To Go“ und „Burning Chains“ beinhalten alle Trademarks: Mid-Tempo-Songs mit eingängigen Melodien, Mitsingchorus, überragende Vocals, dezente Keyboardeinsätze und die gewohnt grandiosen Riffs des Saitenhexers. „When Truth Hurts“ und „Touching Heaven“ werden mit Sicherheit auf dem nächsten Balladenalbum vertreten sein, kitschig-schön mit Gänsehautfeeling wie immer! Das NEIL YOUNG-Cover „Hey Hey My My" wurde vielleicht wegen der unsterblichen Worte „Rock’n’Roll Will Never Die“ raufgepackt, ist aber nicht besonders aufregend. Der geneigte Hörer wird aber sofort mit dem abschließenden Titeltrack entschädigt: Zehn Minuten großes episches Kino, eine Hymne, die live eine der großen Höhepunkte sein wird.

Wo Axel immer wieder diese wunderbaren Ideen hernimmt? Er beantwortet dies, wie folgt: „Ich könnte mich nicht hinsetzen und von 9 bis 17 Uhr komponieren, so funktioniert das nicht. Mein Handy ist wie ein mobiles Aufnahmestudio, da wandern ständig Ideen drauf. Und dieses Mal ging es besonders gut.“



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (18.01.2014)

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