Eric Clapton - Crossroads Guitar Festival

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VÖ: 15.11.2013
Bandinfo: Eric Clapton
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Rhino / Warner Music
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Lineup  |  Trackliste

Unter den Gitarristen dieser Welt ist er eine Legende: Eric Clapton, auch "Slowhand" genannt, hat sich durch Hits wie "Layla", "Lay Down Sally" oder "Tears In Heaven" unsterblich gemacht. Und wenn dieser Mann zu einem guten Zweck ruft, dann kommen sie natürlich alle.

Das Crossroads Centre in Antigua, kümmert sich um Menschen, die durch Alkohol oder andere Drogen krank geworden sind. Und um diese Institution zu unterstützen, hat Eric Clapton das Crossroads Guitar Festival am 12. und 13. April 2013 veranstaltet - wobei dieses nur ein von vielen seiner ins Leben gerufenen Projekte ist.

Freilich hat sich an beiden Tagen im April der Meister selbst die Ehre gegeben. Und man muss sagen, dass Eric nicht den Drang zeigt, sich stets in den Vordergrund zu drängen, im Gegenteil. Zwar startet das Festival mit einem seiner größten Hits, "Tears In Heaven", und "Lay Down Sally" lässt auch nicht lange auf sich warten, aber dann gehört die Bühne des Madison Square Gardens ganz den anderen Legenden, die großartige Auftritte hinlegen. So z.B. Booker T., der seinen 60er-Jahre-Gassenhauer "Green Onions" samt Band und Gästen locker zockt. Es ist schön zu sehen, dass auch viele ältere Herren, ja richtige Blues-Urgesteine, zum Einsatz kommen, die allerdings nach wie vor ein Feuer entfachen. Dann sind es natürlich auch Namen wie Doyle Bramhall II, John Mayer, Keith Urban oder sogar ROLLING STONES-Gitarrist Keith Richards, die sich die Klinke in die Hand geben. Und es folgen Stücke, die sich gewaschen haben.

Tracks wie "Cry" oder "Bullet And A Target", "Big Road Blues", "Damn Right, I've Got The Blues", "Don't Worry Baby", "Tumbling Dice" oder "When My Train Pulls In", um nur einige zu nennen, sind sehr hörenswert. Dabei spielt Abwechslung eine große Rolle. Hier zocken ältere Kaliber neben jungen Gitarristen, schwarze und weiße Musiker ergänzen sich perfekt. Ein großes Treffen der Generationen und mittendrin tritt Eric Clapton auf - als Hauptact oder als Gast. Sehr gelungen.

Die Kameraführung überrascht nicht. Hier wird Augenmerk auf die Arbeit an den Instrumenten gelegt. Fette Lightshows etc. sucht man vergebens, dafür steht die Musik im Vordergrund.

Fans des Bluesrock erfahren hier eine Lehrstunde und können zudem eine Menge Ohrwürmer genießen. Auf Dauer vielleicht ein wenig zu eintönig, aber mit Sicherheit sehr unterhaltsam.



Ohne Bewertung
Autor: Ingo Nentwig (24.01.2014)

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