STEEL PROPHET - The Goddess Principle

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VÖ: 07.02.2014
Bandinfo: STEEL PROPHET
Genre: US Power Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Wie passend, dass die erste STEEL PROPHET-Rezension auf diesen Seiten zum Debütalbum der Power-Metal-Institution erfolgt. Bis zur Veröffentlichung des Erstlings hatte die Mitte der 1980er gegründete Band einen langen Weg hinter sich zu bringen. Nach den Demo-Outputs der Endachtziger, in denen es die Band nicht zu einem Albumdeal schaffte, fasste sich schließlich 1995 ein deutsches Label ein Herz und brachte dieses kultige Kleinod, das sich primär an FATES WARNING (John Arch-Phase) anlehnt, heraus, das zeitlich just in die grassierende Grunge-/New-Metal-Welle hineinfiel, aber dennoch seine Klientel fand und der Band in der Folge regelmäßige Veröffentlichungen ermöglichte.

"The Goddess Principle" bestach seinerzeit mit der feinen Gitarrenarbeit von Mitbegründer und Hauptsongwriter Steve Kachinsky Blackmoor, der seiner Band ein progressiv angehauchtes Album zauberte, das mit komplexen, aber dennoch stringenten Songs ebenso wie mit feinen, wohlplatzierten Tempovariationen und -wechseln bestach, welche die Hörer überraschten und begeisterten. Ruhige Einsprengsel (wie "Reign Of Christ" oder "Parthenogenesis") wurden ebenso wie Prog-Thrash-Riffs ("Fatal Euphoria" oder "The Inner Voice Silenced") und Flitzefingersoli in den trockenen Sound integriert. Herausstechend sind die Vocals von Übersänger Rick Mythiasin, der mit der Band schon auf dem letzten Keep It True Festival (zum Livereport) für Begeisterungsstürme sorgen konnte.

Die neue Labelheimat der Band, Pure Steel, die sich diesen US/Power Metal-Diamanten geangelt hat, veröffentlicht das Debüt nun erstmals auf Vinyl, für Sammler interessant dürfte die Auflage von 500 nummerierten Einheiten sein. Wann neues Studiomaterial von STEEL PROPHET die Herzen der treuen Power-Metal-Legionen zum Glühen bringen wird, bleibt abzuwarten. Das letzte Album "Beware" hat nun auch schon fast eine Dekade auf dem Buckel. Zum Trost sollte man sich "The Goddess Principle" auflegen und tolle Songs wie "Souls Without Honor" oder "Devoid Of Logic" genießen.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (31.01.2014)

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