THE UNGUIDED - Fragile Immortality

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VÖ: 31.01.2014
Bandinfo: THE UNGUIDED
Genre: Melodic Death Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Nach etwas mehr als 2 Jahren melden sich THE UNGUIDED mit ihrem Nachfolger zu "Hell Frost" zurück und lassen allein anhand des Cover Artworks erahnen, dass uns musikalisch eine ähnliche Gangart erwarten wird wie auf eben genanntem Debüt. Jenes Debüt konnte relativ große Erfolge feiern und insbesondere diejenigen überzeugen, die seinerzeit auch Anhänger der ersten SONIC SYNDICATE Platten waren. Auch auf dem neuen Album "Fragile Immortality" gibt es ein paar Anspielungen auf die Vergangenheit so mancher Bandmitglieder, was unschwer zu erkennen ist an Tracks wie "Only Human".

Die erste Single "Inception" strebt ohne Kompromisse dieselbe Richtung an, wie wir sie schon vom Debüt "Hell Frost" kennen. Große Überraschungen bekommt man hier nicht aufgetischt. So präsentiert sich das Keyboard erneut relativ dominant, wird nichts desto trotz von einigen brachialen Riffs umrandet und marschiert gut nach vorne. Screams und Clean Vocals teilen sich natürlich erneut Richard und Roland, die ein sehr gut eingespieltes Team zu sein scheinen. Der Song bereitet mir ähnlich wie seinerzeit "Inherit the earth" viel Spaß und lässt auch die Eingängigkeit nicht vermissen. Auch die folgenden Tracks machen da keine Ausnahme, variieren höchstens in Sachen Tempo, schlagen ansonsten durchweg in diesebe Kerbe. "Granted" gibt der Instrumentalfraktion dank seiner ausgedehnten Spielzeit auch etwas mehr Spielraum, lässt aber ansonsten Roland's Clean Vocals in den Fokus rücken. Problematisch ist bei dem Album nicht die Tatsache, dass man prinzipiell denselben Sound vorfindet wie auf dem Vorgänger, mich stört eher, dass es als gesamtes keine Tracks gibt, die herausstechen aus der Masse. Ich würde jedem Track den Stempel "solide" aufdrücken, aber so wirklich vom Hocker will mich hier keine der 11 Nummern (Deathwalker liegt nicht vor) reißen. Musikalisch ist das alles einwandfrei, auch technisch präsentiert man sich auf einem sehr hohen Niveau. Auf "Hell Frost" vermochten es die Nummern allerdings, sich ein stückweit voneinander abzugrenzen und das kommt dem Zweitwerk etwas abhanden, weswegen ich es qualitativ etwas unter seinem Vorgänger einstufe.

Alles in allem überzeugt die Scheibe also nur bedingt. Sie funktioniert als Gesamtpaket zweifelsohne und wirft die Fans auch nicht vor unvollendete Tatsachen. Allerdings habe ich nach einigen Durchläufen den Eindruck, dass man hier Songs verwurstet hat, die bei den Aufnahmen des ersten Albums auf der Strecke blieben. Ist "Fragile Immortality" somit ein Schnellschuss? Das würde ich so nicht sagen, denn dafür ist die Scheibe wiederum zu gut, doch bleibt sie am Ende im Schatten des extrem starken Debüts hängen. Als Fan kann man natürlich ohne Frage zuschlagen und wird seinen Spaß mit der Platte haben, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass die Jungs viel mehr imstande sind zu leisten.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Sonata (27.01.2014)

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