Van Canto - Dawn of the Brave

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VÖ: 07.02.2014
Bandinfo: Van Canto
Genre: Melodic Power Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Unermüdlich schreiten die Acapella Jungs + das Mädel voran und liefern mit "Dawn of the Brave" bereits ihr fünftes Studioalbum ab. Man mag vom Artwork halten was man will, auffällig ist es in jedem Fall! Neben den Bandtypischen Coverversionen gibt es natürlich auch wieder einige neue Nummern auf die Omme, was am Ende ein Album mit 13 Tracks zurücklässt.

Eröffnet wird die Platte diesmal vom heroisch angehauchten Intro "Dawn of the Brave", das schon vorab die richtige Stimmung aufkommen lässt. Der Opener "Fight for your life" ist was ganz besonderes für die Band, so hat man die fetten "FIGHT" Shouts immerhin ganz authentisch mit eigenen Fans aufgenommen! Dementsprechend fett klingt das Endergebnis und kann sich hören lassen. Wir sind es von VAN CANTO ja gewöhnt, die erste Nummer marschiert mit ordentlichem Tempo nach vorn und lässt die Power Metal Herzen da draußen höher schlagen. "Fight for your life" ist genau das, was auch "Lost Forever" oder "If I die in battle" waren, eine Hymne der ersten Güte! Bei "To the mountains" darf sich die scharfe Inga austoben und der Nummer mit ihrer charismatischen Stimme einen leichten NIGHTWISH Stempel aufdrücken. Die erste Single "Badaboom" trägt vielleicht nicht den schönsten, dafür aber wohl den passendsten Titel, wenn man von einer Acapella Truppe wie VAN CANTO spricht. Der Song selbst wirkt erstmal unspektakulär, geht aber nach einiger Zeit aus sich raus und vermag es so, den Hörer auch mitzureißen. Nach dem ersten positiven Eindruck folgt nun Coverversion numero uno mit "The Final Countdown". Ganz ehrlich, die Wahl ist nicht die klügste, da KAUM ein Song so todgespielt wurde wie jene Nummer von EUROPE. Auch das Acapella Gewand von VAN CANTO vermag es nicht, diese Nummer in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, denn hier wende ich meinen Blick eher entnervt ab, sorry.

"Steel Breaker" klingt genauso wie der Titel, erwartet bitte kein Innovationsfeuerwerk...Das muss man den deutschen ja auch mal zugestehen! Zum mitgrölen animiert der Song aber allemal! Gediegener geht es bei der schönen Ballade "The Other ones" zu, die Philip Schunke in Bestform zeigt. Bei "Holding out for a hero" muss ich gestehen, dass ich die Nummer vorher nicht kannte, daher wirkt sie für mich wie ein Song, den die Truppe selbst komponiert hat. Zumindest funktioniert er so! "Unholy" bietet vor allem einen interessanten Rhythmus, der VAN CANTO etwas experimentierfreudiger zeigt, wohingegen "My Utopia" nochmal nach vorn marschiert und die Hymnenfreunde unter uns mit Freudentränen zurücklässt. "Into the West" sollte jedem Filmfan ein Begriff sein, so natürlich auch mir. Wenn SO ein Song nicht bei VAN CANTO funktioniert, wo dann? Abschließend sind leider auch VAN CANTO auf den Trip gekommen, dass JEDE verschissene Metal Band mal "Paranoid" gecovered haben muss...Ich KANN es nicht mehr hören! Daher hätte man sich das definitiv sparen und lieber mehr Energie für einen neuen Song aufwenden können.

Letztendlich ist "Dawn of the Brave" wieder ein extrem vielseitiges Album und die Ideen scheinen der Band auch nicht auszugehen, ein durchaus gutes Zeichen!! Nervig fand ich diesmal die Hälfte der Coverversionen, die in der Form nicht hätten sein müssen. Ich persönlich bin sowieso eher Fan der eigenen Nummern! Was mir am Ende aber irgendwie doch fehlt? So ein RICHTIGER Kracher in Form von "Neuer Wind" oder "My Voice". Das mag der einzige Punkt sein, weswegen "Dawn of the Brave" nicht mein favorisiertes VAN CANTO Album "Tribe of Force" vom Thron zu stoßen weiß. Trotzdem steckt hier FUCKING viel Herzblut drin und das hört man an jeder Ecke und Kante! Sowas will honoriert werden!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sonata (29.01.2014)

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