DEATHEVOKATION - The Chalice Of Ages

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VÖ: 21.02.2014
Bandinfo: DEATHEVOKATION
Genre: Death Metal
Label: MDD
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Lineup  |  Trackliste

Bennant nach einem DISMEMBER-Demotape-Song sollte eigentlich klar sein, in welche grobe Richtung die musikalische Reise mit den Amerikanern DEATHEVOKATION führen wird. Dennoch walzt der Sound des Quartetts oft eher im Windschatten von BOLT THROWER (etwa „Rites Of Desecration“ und „Embers Of A Dying World“). So donnert das Album meist im gemächlich sägenden Mid-Tempo daher, Deathgeblaste gibt es eher selten („Infinity Blights The Flesh“), lässt aber abseits der BOLT THROWER-Panzerung rundum die Schweden-Death-Schule hochleben. Die kalifornischen Recken haben es in ihrer Karriere lediglich auf ein einziges Album gebracht, das den ersten Dreher dieses Re-Releases einnimmt. „The Chalice Of Ages“, eigentlich aus 2007, bietet eine amtliche Death-Metal-Vollbedienung im oben abgesteckten Territorium. Zusätzlich (vor allem dem Melodieanteil geschuldet) gewappnet von Eichenschilden der Marke AMON AMARTH (etwa „Acherontic Epitaph“) und vereinzelt veredelt von wehmütigen Gitarren á la frühe PARADISE LOST (wie etwa der Rausschmeißer) ergießt sich dieser Mid-Tempo-Brecher aus den Boxen, rockt wie Sau („The Moment“, „Carrion“) und rollt sich durch bis hin zum schleppend-epischen Abschluss „As My Soul Gazes Skywards“.

Dieser Re-Release schenkt zwar insgesamt deftig ein, vom Promo-zitierten „Kult“ oder Begriffen wie „bahnbrechend“ oder „Szene-Urgestein“ würde ich im Zusammenhang mit DEATHEVOKATION allerdings keineswegs sprechen. Dennoch saust der Deathhammer recht amtlich darnieder, auch Frontmann Götz Vogelsang (herrlicher Name für einen Ami) growlt ordentlich. Auf der zweiten Disc findet sich der Rest, den das zwischenzeitlich aufgelöste Quartett veröffentlicht hat. Die Tracks von den Splits mit LIE IN RUINS, GRAVEYARD und MANDATORY/KINGDOM sowie zwei zusätzliche Live-Tracks werden hier wohl erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Fazit: Natürlich musikhistorisch viel zu spät veröffentlicht, um irgendwie bedeutend zu sein, ist das wertige Gesamtpaket für Fans oben genannter Bands aber allemal ein gefundenes und bekömmliches Fressen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (12.02.2014)

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