ONE MACHINE - The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth

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VÖ: 18.02.2014
Bandinfo: ONE MACHINE
Genre: Progressive Power Metal
Label: Scarlet Records
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Lineup  |  Trackliste

Steve Smyth ist schon viel herumgekommen - die Liste der Bands, in denen der Gitarrist schon mitgespielt hat, liest sich wie das Who’s Who der amerikanischen Prog-Power-Thrash-Szene: NEVERMORE, TESTAMENT, VICIOUS RUMORS und noch einige mehr. Mit ONE MACHINE hat sich Smyth eine eigene Spielwiese eröffnet. Unter Mithilfe weiterer namhafter Kollegen aus Europa liegt der Erstling mit dem etwas langatmigen und doppeldeutigen Namen „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“ vor.

Der Titelsong eröffnet das Album, und die Gitarrenarbeit ist wie erwartet exquisit. Man orientiert sich anfangs stark an NEVERMORE (ein Gitarrenlick erinnert stark an „This Godless Endeavor“), in weiterer Folge auch an andere Bands im US-Prog/Power-Metal Sektor wie SYMPHONY X oder DREAM THEATER. Das führt zu einer insgesamt hohen musikalischen Qualität und zu einigen Krachern, wie dem erwähnten Titelsong, dem groovigen „Crossed Over“ und den im Mid-Tempo gehaltenen melodischen Prog-Perlen „Armchair Warriors“ und „Into Nothing“, die teilweise Erinnerungen an das WARREL DANE-Soloalbum „Praises To The War Machine“ wecken.

Musikalisch also wäre bei ONE MACHINE alles beim Besten… wenn, ja wenn nur der Sänger nicht wäre. Ex-MERCENARY-Fronter Mikkel Sandager liefert eine derart angestrengte und nervige Performance ab, dass einem der Spaß an der Musik verleidet wird. Er versucht abwechselnd, wie WARREL DANE, RUSSELL ALLEN oder ROB HALFORD zu singen, erreicht die großen Vorbilder allerdings nicht einmal annähernd. Erträglich wird es nur dort, wo sich Sandager zurücknimmt und bei einigen Refrains in einer normalen Tonlage singt (wie bei „Crossed Over“ oder „Kill The Hope Inside“), ohne es mit Schreien oder Kreischen zu versuchen.

Durch das grobe Missverhältnis zwischen Musik und Gesang kann nur jedem geraten werden, selbst mal in „The Distortion Of Lies And The Overdriven Truth“ reinzuhören. Alle, die beim besonders anstrengend gesungenen „Defiance“ nicht Reißaus nehmen, werden aufgrund der sonst guten Songs (und dem von DARK TRANQUILLITY-Gitarristen Niklas Sundin gefertigten tollen CD-Cover) an ONE MACHINE ihre Freude haben.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (11.02.2014)

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