OMNIZIDE - Death Metal Holocaust

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VÖ: 31.01.2014
Bandinfo: OMNIZIDE
Genre: Black / Death Metal
Label: Carnal Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Wumms-krabumms. Wenn sich eine Band OMNIZIDE nennt und ihr Debütalbum mit „Death Metal Holocaust“ betitelt, ahnen geübte Death Metaller für gewöhnlich schon, dass hier eher der Dreschflegel, denn die feine Klinge geschwungen wird. Allein schon die Entstehungsgeschichte dieses Werkes ist Kult pur. Die Band gibt es eigentlich schon seit 1995 (ja, tatsächlich!), keifte damals unter dem Banner BELZEN noch rigorosen Black Metal in die große weite Welt und wurde von den Gründungsmitgliedern Anders (git, bass) und Mikael Nox (voc) aufgrund ihrer bekannteren Projekte AVSKY und CRAFT einfach links liegen gelassen.

Vor ein paar Jahren haben sich die beiden doch wieder zusammengetan, dazu noch Drummer Gaddur (FAUSTUS) und Gitarrist Jesper ins Boot geholt und mit der 2011er 2-Song-EP „Pleasure From Death“ tatsächlich noch einmal etwas als Tonträger veröffentlicht. Dass es jetzt sogar zu einem Album gekommen ist, kann getrost als mittelschwere Sensation angesehen werden. „Death Metal Holocaust“ – nomen est omen – ist dabei weniger etwas für die Feinspitze klangvollendeter Rhythmen, sondern eher Futter für Connaisseure stumpf knüppelnder Blastattacken. Durch den schwarzwurzeligen Hintergrund der Buben (nach dem Einspielen des Albums hat man übrigens auch noch ex-DARK-FUNERAL-Bassist B-Force engagiert) tönt der Großteil der Songs natürlich möglichst schrill und diabolisch. Den Death-Metal-Anteil macht man eher in den Songtiteln aus – „Rotting Flesh Parade“, „Crystals Of Death“ oder „Nuclear Strike“ sind unmissverständlich.

Das Geholze mäandert somit irgendwo zwischen allen möglichen Tod- und Schwarzmetallkombos aus Schweden, ohne dabei auch nur einen Funken Eigenständigkeit anzubieten. Die grottige Produktion und das immerwährende Rezitieren, x-mal wiederholter Kriegs- und Deibelslyrik würde ich als beherztes Bandkonzept durchgehen lassen, dass allerdings Songs wie „Monolith“ oder „Damnatio Ad Bestias“ mit gepflegter Langweile nerven, ist so nicht duldbar. Irgendwo zwischen GRAVE, DISMEMBER, DARKTHRONE und eben CRAFT hangelt sich das Four-Piece durch sein völkervernichtendes Konzept und tut dabei nichts anderes, als all die Großen mittelmäßig zu kopieren und schlecht zu mischen. Interessant ist dabei auch, dass die beiden alten EP-Tracks „Pleasure From Death“ und „Desecration Art“ mehr Eier zeigen. Falsche Richtung also, Jungs. Mit dem nächsten Album bitte Kehrt machen, sonst kräht bald kein Hahn mehr nach OMNIZIDE.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (30.01.2014)

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