Mantar - Death By Burning

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VÖ: 07.02.2014
Bandinfo: MANTAR
Genre: Black Metal
Label: Svart Records
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Lineup  |  Trackliste

Und alle paar Jahre kommt ein Album daher, das dermaßen fies ist, das es mit "schön", "stark" oder "gut" nicht beschrieben werden kann. Jegliches schöngeistige Attribut vermag nicht zu umschreiben, was uns das deutsch/türkische Zweiergespann hier vor die zitternden Füße kotzt.

Grob umschreiben könnte man es mit Black Metal, gepaart mit Rock´n´Roll, gepaart mit rohem Wahnsinn. Das Album, bereits früh 2013 eingespielt, klingt so, wie DARKTHRONE nach dem Ende ihrer Black Metal-Phase klingen sollten, es aber leider nicht zusammengebracht haben. Zu zweit schaffen es die Hamburger, nur mit Gitarre und Schlagzeug, Landschaften zu erschaffen, die man getrost als musikalische Umsetzung des H.P.Lovecraftschen Universums sehen kann. Der Wahnsinn, schneidig durch die knapp an der Hysterie entlang gleitenden Stimme dargestellt, kämpft sich durch Gegenden, die zuvor nur das ganz Böse gesehen haben.

Simpel und souverän eingespielt ist das Album keines, das zum andauernden Anhören einlädt. Man muss sich darauf einlassen können. Entnervt und verstört fordern die 45 Minuten den Hörer immer wieder. Schmutzig und gespenstisch sind die Songs bis hin zum vorletzten, erhabenen "White Nights", die Auflösung des Mythos, der Schlussmonolog des Colonel Kurtz, das Öffnen und Lesen des Book Of The Dead. Es gibt CELTIC FROST, MOTÖRHEAD, Doom und Black Metal, Erhabenheit und simples Jammen. Jeder einzelne Song lädt ein in sein eigenes Universum. Und dennoch ergibt das Werk wohl nur als Ganzes Sinn.

Ein Album, das in seiner Gemeinheit einfach nur weh tut. Weh tun soll. Den Hörer ungebremst in die Mauer fahren lässt. Ein Album, welches in seiner eigenständigen Heftigkeit jeden trven Black Metal lachend am Wegesrand in seinem kindlichen Evilgeschrei zurücklässt und erhobenen Hauptes voranschreitet. "Death By Burning" ist in seiner absoluten Gemeinheit in einer Linie mit BATHORYs "The Return..." zu sehen. Musik fernab vom schönen und reinen. Ein Tritt mitten ins Gesicht der Szene....



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (15.02.2014)

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