DOOM'S DAY - The Devil's Eyes

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VÖ: 25.02.2014
Bandinfo: DOOM'S DAY
Genre: Heavy Metal
Label: PRC Music
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Lineup  |  Trackliste

Klassischer Metal mit okkultistischem Einschlag ist beliebt. Was vor einigen Jahren mit THE DEVIL'S BLOOD begann und von YEAR OF THE GOAT weitergeführt wurde hat spätestens mit GHOST auch einschlägigen kommerziellen Erfolg erreicht. Jetzt versuchen sich die Frankokanadier DOOM'S DAY mit ihrem Zweitling "The Devil's Eyes" an einem entsprechenden Output. Und es muss schon mit dem Teufel zugehen (*hust*), wenn sie damit keinen Erfolg haben würden.

Anders als oben genannte Bands sind DOOM's DAY wesentlich stärker im Metal verwurzelt. Die Einflüsse von MERCYFUL FATE und BLACK SABBATH sind allgegenwärtig. Psychedelische Spielereien, wie sie vor allem bei GHOST vorkommen gibt es zwar auch, jedoch enorm reduziert. Speaking of GHOST, "The Offering" könnte geradewegs vom Erstling der ominösen Kapelle um Papa Emeritus stammen. Ähnlich dröhnt die Kirchenorgel, ähnlich schwer drücken die Gitarren. Ähnlich klingt auch Sänger DooM, wenn er denn mal klar singt. Häufig benutzt er nämlich auch kauzig harsche Vocals, was dem eh schon höllisch (*doppelhust*) abwechslungsreichen Material noch mehr Ambivalenz verleiht. Die Gitarrenfraktion leistet hervorragende Arbeit und liefert Riffmaterial in einer sagenhaft unverbrauchten Fülle. Old School BLACK SABBATH folgt dann bei "The Outsider". Ja, was war "13" nochmal? Überraschend dann die schnelle, fast powermetallige Grundausrichtung von "The Devil's Eyes", welcher im Gegensatz zum restlichen durchaus sperrigen Material richtig eingängig und mitsingkompatibel daher kommt. SAVATAGE lassen grüßen. Um die Bandbreite noch zu steigern hat man nach dem erneut GHOSTigen Instrumental „Ave Satanas“ noch eine flotte kurze Punk/Black'n'Roll Nummer namens "Crush The Cross" irgendwo zwischen MOTÖRHEAD, MISFITS und DARKTHRONE im Gepäck.

Fazit: "The Devil's Eyes" ist schon jetzt ein Highlight im noch jungen Jahr 2014. Besser und abwechslungsreicher kann man klassischen Heavy Metal okkulter Prägung fast gar nicht mehr fabrizieren. Wer sich die Wartezeit auf die neue GHOST vertreiben will, der muss hier zwingend zuschlagen. Eine gemeinsame Tour der beiden sollte eigentlich nur noch Formsache sein.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Christian Wilsberg (19.02.2014)

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