Settima Draconis - Legio

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VÖ: 31.10.2013
Bandinfo: Settima Draconis
Genre: Gothic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Vor knapp zwei Jahren lag mir bereits der erste Output aus dem Hause SETTIMA DRACONIS in Form der EP "Vengeance" vor. Darauf befanden sich vier Titel mit jeweils überlanger Spielzeit, die versuchten, den Spagat zwischen traditionellem Death Metal und modernem Gothic Metal zu machen. Mit atmosphärischen Mittelalter-Einsprengseln wurde das musikalische Konzept der Band abgerundet. Das Ergebnis: Treibende Hartwurst-Kost, die an manchen Stellen sehr gut funktionierte, an anderen weniger. Umso mehr freute ich mich auf das erste vollständige Album der Jungs, das dieser Tage in Eigenproduktion entstanden ist und auf den klingenden Titel "Legio" hört.

Gleich zu Beginn fällt auf, dass SETTIMA DRACONIS, trotz der Tatsache, dass sie ohne professionelles Label im Rücken arbeiten, eine sehr druckvolle und starke Produktion zusammengemischt haben, die "Legio" in dieser Hinsicht schon einmal hörenswert macht. Weiters fällt positiv auf, dass sich die Spielzeiten der einzelnen Songs auf homöopathische Längen zwischen drei und fünf Minuten verkürzt haben, was dem Spannungsbogen der gesamten Scheibe ebenso sehr gut tut. Musikalisch bieten SETTIMA DRACONIS auf "Legio" eine konsequente Fortführung der oben genannten Elemente, die schon auf "Vengeance" zu finden waren. Und wieder gilt: Das funktioniert manchmal wirklich gut ("Walpurgisnacht") und manchmal irgendwie gar nicht ("Red Aurora"). So filigran und überlegt manche Melodielinie daher kommt, so platt und vorhersehbar wirken einige Vocalslinien, die herrisch über den größtenteils sehr stark eingespielten Instrumenten liegen.

Die elf Titel auf "Legio" rauschen so schnell an einem vorbei, dass man nach dem unmittelbaren Ausfaden des letzten Songs namens "Endless Sea" noch gar nicht sicher ist, was man da eben gehört hat. Einerseits bleiben einige treibende Melodien im Kopf zurück, die überzeugen konnten, andererseits dienten vereinzelte Passagen gerade mal als Backgroundbeschallung für's Auto. "Legio" ist eine Mischung aus vielen Elementen geworden - Death, Gothic, Mittelalter, aber auch Mid- und Uptempo. Irgendwie will hier jedes stilistische Element seine Daseinsberechtigung haben, was schlussendlich leider nicht ganz aufgeht. Nichtsdestotrotz haben SETTIMA DRACONIS mit diesem Album einen durchschnittlich guten Output abgelegt, der auf mehr hoffen lässt. Der richtige Hammer ist "Legio" aber noch nicht geworden.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: mat (16.02.2014)

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