BLOOD LABEL - Skeletons

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VÖ: 17.03.2014
Bandinfo: BLOOD LABEL
Genre: Modern Metal
Label: Mighty Music
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Lineup  |  Trackliste

BLOOD LABEL sind keine klassische Anfängerband. Obwohl „Skeletons“ erst das Debütalbum der Dänen ist, lässt die Laufbahn der involvierten Musiker (die schon bei Bands wie HATESPHERE oder DAWN OF DEMISE mitgewirkt haben) auf mehr hoffen als erste ungelenke Gehversuche von Jungmusikern.

Und die Erwartung wird erfüllt: „Skeletons“ klingt zu jeder Sekunde hochprofessionell. Daran hat einerseits wie gesagt die Qualität der Musiker einen hohen Anteil, und zusätzlich hat mit Tue Madsen ein namhafter Produzent für das Knöpfchendrehen im Studio gesorgt.

Auf den elf Songs von „Skeletons“ erwartet den Hörer eine Breitseite von fett produziertem state-of-the-art modernem Metal. Meistens im Midtempo gehalten, mit einer gehörigen Portion Groove, irgendwo zwischen modernem Thrash wie bei HATESPHERE oder LAMB OF GOD, und HARDCORE a la HATEBREED. Wobei man bei BLOOD LABEL einen eher europäisch anmutenden Einschlag in Richtung mehr Melodie und rockige Klänge bekommt, was dann wieder an die letzten Inkarnationen von THE HAUNTED erinnert.

Was sofort positiv auffällt, ist dass BLOOD LABEL die Mischung aus Härte und Eingängigkeit fast perfekt hinbekommen. Stellvertretend dafür sei „Stuck In Limbo“ genannt, das mit heftigen, Richtung Death Thrash tendierenden Strophen den Hörer für den folgenden, eingängigen Stadion-Rock-Refrain weich klopft. Überhaupt ist die zweite Hälfte von „Skeletons“ mit dem erwähnten „Stuck In Limbo“, „Disease Pit“ und dem Doppelschlag „Skeletons“ und „Coup De Grace“ ganz stark.

Das Songwriting hat hohe Qualität, und ab und zu eingestreute Details zeigen, dass BLOOD LABEL auch mal über den Tellerrand schauen (wie z.B. beim Slide-Guitar-Intro zu „Disease Pit“). Auch die Vocals, die eher Richtung Hardcore-Gebrülle tendieren, sind überdurchschnittlich, sogar die eine oder andere Gesangsmelodie hat hier Platz gefunden.

Das einzige, was BLOOD LABEL zur absoluten Spitze fehlt, sind die unvergesslichen Refrains und Hooks, die zum Mitsingen und –bangen einladen. Ansonsten haben die Dänen das geschafft, woran THE HAUNTED auf ihren letzten Scheiben gescheitert sind: die Fusion von groovigem Thrash Metal und Rock. (Und haben mit "Shotgun-Blown In The Face" auch den CANNIBAL CORPSE-Songtitel-Gedächtnispreis 2014 wohl schon in der Tasche...)



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (11.03.2014)

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