Paint Me Picasso - Bygones

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VÖ: 21.02.2014
Bandinfo: Paint Me Picasso
Genre: Alternative Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Vier Hamburger Jungs bringen ein Album auf den Markt, das trivial als Rock / Alternative bezeichnet wird. „Bygones“ von PAINT ME PICASSO wird diese einfache Genretypisierung bei weitem nicht gerecht. Der Erstling der Norddeutschen ist mehr…

…die vierzehn Tracks sind mehr als Rock und Alternative, sie sind Pop, sind Metalcore, sind abwechslungsreich und melodisch. Sie klingen nach Punk und Rock und Alternative und Hardcore. Der Franzose würde von einer Mélange sprechen, der Engländer von einem Mix – ich nenne es ein cooles Album.

PAINT ME PICASSO entziehen sich einer simplen Einordnung.

Auf dem Album gibt es verschiedene Tracks mit Hitpotenzial – „Rain“ zum Beispiel. Sie sehen übrigens auch aus wie eine Band, die Erfolg haben wird, weil man sie sich auch medial vermarkten kann.

Ein weiterer Track mit viel Energie ist „Masquerade“, er erinnert mich an meine Lieblingsmetalcorer von 2013, das Sextett von WE CAME AS ROMANS. Es sind die mehrstimmigen, melodischen Gesangselemente gekoppelt mit präzisen Drumbeats und Gitarrenriffs.

„Can't Let Go“ ist eine Geschichte, die ich am ehesten in die Alternative-Schublade stecken würde – wenn die nicht zu eng wäre. Die Band spielt geradezu mit verschiedenen Tempi, wechselnden Stimmen verlagert die Gewichtungen fröhlich und unbeschwert zwischen den Stimmen und Instrumenten.

„The Right Sparkle“ nimmt gesanglich nochmals die oben erwähnten Core-Fragmente auf, allerdings auf eine leichte, spielerische Art. Es sind die hämmernden Drums und das Gitarrensolo, welches dem Track eine gewisse Härte und Rock injizieren.

„New York Streets“ hingegen ist eine Art Punk mit teilweise falschem Rhythmus, zu harmonischem Gesang, überhaupt zu leicht und unbeschwert.
Die Elektropop-Schiene wird dann mit „Shadows“ vollständig und mit grossem Selbstbewusstsein bedient. Das können sie auch, ohne sich deswegen in Frage stellen zu müssen.

Eine Minute und neun Sekunden lang kriegt der Hörer balladenhaft und sanft zugeteilt – „Interlude“. Anschliessend steigen wir quasi über sanfte Treppen hinauf zu „Shoot Yourself“, der reinsten Punknummer auf dem Album.

Eine wunderschöne, dieses Mal gesungene Ballade ist das akkustische „I Am Yours“, das dann in die Schlussnummer „Mirror“ überleitet.

„Bygones“ ist ein absolut empfehlenswertes Album, vierzehn Tracks voller Energie, Musikalität und raffinierter Kompositionen und Arrangements – einfach hammerstark!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (20.03.2014)

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