Manes - Teeth, Toes And Other Trinkets

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VÖ: 17.01.2014
Bandinfo: Manes
Genre: Experimental Metal
Label: Debemur Morti Productions
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Lineup  |  Trackliste

Als ich hörte, dass MANES reanimiert werden, ging es mir wie Homer Simpson, der an Donuts denkt. In Erwartung der neuen MANES-Veröffentlichung durchlebte ich die weiteren Monate sabbernd und hungrig. Ein Glück, dass es jetzt endlich soweit ist. Der Speichelfluss ist wieder auf einem normalen Level, der Hunger ist einstweilen gestillt, denn jetzt durfte ich ein Ohr in die Compilation "Teeth, Toes And Other Trinkets" werfen.

Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Remixen, einer Live-Version und drei neuen Songs. Die neuen Stücke "Blanket Of Ashes", "Ease Yourself (Into Consciousness)", und "Tzolf" lassen schon einmal vermuten, wohin die Reise mit dem kommenden Album gehen wird. Nur mit diesen Liedern im Rücksack, bin ich nicht überzeugt, dass ich mitreise und hoffe, dass es mit diesen Tracks ist wie mit Rosenkohl, den man sonst auch immer zuerst isst, frei nach dem Motto "Augen zu und durch". Die Remixe sind jetzt nicht der wesentliche Unterschied zu den bisherigen Veröffentlichungen, darauf hätte man wohl verzichten können. Die Live-Version "Ende (Live)" ist in minderer Soundqualität, die Instrumente gehen etwas unter, jedoch sind Asgeir Hatlens Vocals so stark und emotional, dass auch ich mich regelmäßig erwische, aus voller Brust "Its the end of the daaaayyyyy" mitzusingen. "One More Room" kennt man auch von dem Album "Vilosophe" unter dem Namen "White Devil Black Shroud" und ist nach wie vor ein sehr beeindruckender Track. Auch hier steht wieder der Gesang im Vordergrund und ist wesentlich präsenter als in "White Devil Black Shroud". Die 8-bit-Version von "Deeprooted" ist ganz unterhaltsam für Freunde von alten Videospielen.

MANES haben mit dieser Compilation nostalgische Gefühle wecken können und sie dient wirklich sehr gut als Appetithäppchen auf ein neues Album, ob es das aber tatsächlich gebraucht hätte... im Mainstream-Bereich würde ich keck behaupten, es würde sich lediglich um eine Marketingstrategie handeln oder aber die Band bräuchte mal wieder ein paar Einnahmen. Da wir jedoch nicht im Mainstream sind und noch wahre Leidenschaft, statt Manager, die Künstler treibt, nehme ich "Teeth, Toes And Other Trinkets" als Lebenszeichen an und harre weiter aus, in der Hoffnung, dass das neue Album doch noch richtige Kracher mitbringt.



Ohne Bewertung
Autor: Natascha Schmieding (30.03.2014)

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