PULVER - Let It Shine

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VÖ: 00.00.2014
Bandinfo: PULVER
Genre: Metal
Label: LC Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Schweiz hatte neben Legenden wie CORONER, CELTIC FROST, GOTTHARD und KROKUS, abseits von CATARACT und ELUVEITIE, einige weitere geile Combos am Start. Neben MESSIAH und DRIFTER konnten sich auch POLTERGEIST („Depression“) einen überregionalen Namen im Thrash Metal aufbauen. Nach dem Auseinanderbrechen der Band wurde das Erbe der Band in veränderter Besetzung und Sound mit GURD weitergetragen. Federführend dabei Mainman V.O. Pulver, der sich zuletzt auch als Producer profilieren konnte und erst kürzlich mit POLTERGEIST (etwa am Metal Assault Festival) auf der Bühne stand. Die Katze kann aber das Mausen nicht lassen und so war es wahrscheinlich nur folgerichtig und auch unvermeidlich, dass sich der Gitarrist musiktechnisch wieder mit eigener Combo verdingt. Mit dabei hat Pulver u.a. seine Ehegattin und Rockröhre Inga. Dass die beiden wieder unter dem Familiennamen firmieren, lag somit ebenfalls nahe, nunmehr wird, fünf Jahre nach dem Debut, der neue Longplayer vorgestellt.

Das Ehepaar präsentiert auf „Let It Shine“ eine Breitseite Groove Rock/Metal mit einer kräftigen Portion Southern Rock-Attitüde („When My Time Has Come“) sowie einem leichten Schieler in Richtung Abfischung im Vintage-Rock-Becken (v.a. auf "Broken"). V.O. läßt seine Gitarre heftig sägen („Bring It On“), die Riffs rollen breitwandig, die Stimme von Sängerin Inga röhrt und tönt auch recht variabel und sounddienlich. Das Gesamtergebnis klingt keineswegs schlecht („Broken“), aber doch recht abgedroschen („Racing Queen“) und insgesamt zu wenig zwingend bis teils nervig („Bleeding Skies“). PULVER sind nunmal keine C.O.C.´s, ALICE IN CHAINS´, BLACK LABEL SOCIETY´s, TROUBLE´s etc. Bei „Train´s A-Rollin´“ vergreift man sich zudem recht unverblümt an RAINBOW´s "Man On The Silver Mountain". Spätestens mit „Juju Man“ oder „The Man“ tritt man in die Endlosschleife Sägeriffs, Southern Groove-Tempo und wehmütig-quälender Gesang ein, einzig das ruhige „Ocean“ oder der Happy-Uptempo-Rocker „Mexico“ verheißen Abwechslung. Klar spürt man das Herzblut, das hinter den rund 57 Minuten Musik steckt, der Zweitling ist keineswegs schlecht, aber auf volle Albumlänge zuwenig überzeugend und zwingend.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (31.03.2014)

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