Vallenfyre - Splinters

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VÖ: 09.05.2014
Bandinfo: VALLENFYRE
Genre: Death Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Als Greg Mackintosh im Opener „Scabs“ schon nach wenigen Sekunden ein absolut PARADISE LOST-taugliches melancholisches Riff über seine Brachial-Komposition legte, war ich einmal ziemlich überrascht, aber schon Sekunden später donnerte der VALLENFYRE-Express mit einer Härte und Geschwindigkeit aus den Boxen, die PL nie und nimmer in ihrer mehr als 25-jährigen Karriere aufgefahren sind. Nachdem das Debüt der Band rund um Mackintosh, MY DYING BRIDE-Gitarrist Hamish Glencross und PL-Drummer Adrian Erlandsson, eher eine Art Selbsthilfegruppe für den PARADISE LOST-Gitarristen war, ist „Splinters“ ein wohltuender und für Mackintosh sicher auch befreiender Rundumschlag geworden.

Sicher hört man auch abseits des Openers noch hie und da leicht PARADISE LOST-kompatible Riffings, aber VALLENFYRE fühlen sich auf ihrem zweiten Longplayer eher in der Nähe von HELLHAMMER/CELTIC FROST (sehr viel!), AUTOPSY oder – wenn der Grindcore die Oberhand gewinnt - älteren NAPALM DEATH pudelwohl. Wenn „Bereft“ zum Beispiel über mehr als sieben Minuten lang in bester CELTIC FROST-Slo-Mo-Manier dahintrottet, kann man das beklemmende Gefühl, welches dieser Ausnahmesong zu transportieren versucht, in jeder Faser seines Körpers spüren.

Dem gegenüber stehen so richtige „Schocker-Tracks“, wie das in nicht mal 90 Sekunden runtergeprügelte „Instinct Slaughter“ oder das ebenfalls in der Grindcore-Ecke beheimatete „Cattle“. Die satten Death-Metal-Hämmer wie zum Beispiel „Odius Bliss“, welche glatt als eine verdammt geile CELTIC FROST-Hommage durchgehen könnte, das kurz-knackige „Savages Arise“ oder das in bester BOLT THROWER-Manier dahin-marschierende „The Wolves Of Sin“ machen ebenso eine superbe Figur, wie der erneut heftig in den Doom hineinwatende Titeltrack, welcher zum Abschluss des zweiten Full-Length der Band noch einmal die schiere Verzweiflung heraufbeschwört.

„Splinters“ ist in jeglicher Hinsicht ein weit extremeres Album als es „A Fragile King“ je war. Besonders die stringente Trennung zwischen Doom-Häppchen und den am Debütalbum noch nicht vorgekommenen wütenden Tracks macht aus „Splinters“ ein durch und durch empfehlenswertes Scheibchen.

Deep Into The Roots Of Extreme Music



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (30.04.2014)

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