Metallica - Through The Never

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VÖ: 28.01.2014
Bandinfo: METALLICA
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Ascot Elite
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Lineup  |  Trackliste

Kaum ist Rowdie Trip (Dane DeHaan) in der ausverkauften Konzerthalle, in der METALLICA soeben den Opener "Creeping Death" vom Stapel lassen, angekommen, wird er vom Bandmanager auch schon wieder fortgeschickt. Seine Aufgabe: einen äusserst wichtigen Gegenstand aus einem LKW holen, der irgendwo in der Stadt geparkt ist. Diese Suche gestaltet sich für Trip schwieriger als erwartet. Ein Unfall, brutale Aufständische und ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse auf einem Pferd machen die Aufgabe zum Horrortrip.

Damit ist die Story von "Through the Never" auch schon im groben Zügen erzählt. Es bleibt viel Räum für eigene Fantasien, Metaphern und Spekulationen. Dünne Handlung, grandiose Special Effects, Brutalität und so gut wie keine Dialoge. Klingt nicht gerade nach einem Blockbuster, den man um jeden Preis sehen muss, wenn... Ja, wenn nicht am anderen Ende der Stadt METALLICA ihr Konzert spielen würden, dessen Songs dem Abenteur als Soundtrack dienen und damit die Stimmung zusätzlich gewaltig aufpeitschen.

Reduziert man "Through The Never" auf die Konzertszenen, gelingt METALLICA damit ein Livemitschnitt, der neue Maßstäbe setzt. Der Zuseher ist nicht nur dabei, er steht mit James, Kirk, Lars und Rob faktisch mitten auf der Bühne. Dabei zieht die Band sämtliche (Phantasie-)Register ihres Könnens. Einstürzende "Justice For All"-Justitia und fiktive Panneneinlage (das hatten wir doch schon mal...) inklusive. Speziell James Hetfield lebt in vielen Szenen seinen Hang zum Überdrama aus - mit dem Resultat, daß das Publikum im Vergleich beinahe statisch erscheint.

Insgesamt gelingt METALLICA mit "Through The Never" ein spektakuläres, 32 Millionen Dollar verschlingendes Kunstwerk, das auch daheim im Patschenkino höchst unterhaltsam ankommt. Die Blu Ray-Version bietet gestochen scharfes Bild, was speziell bei den Konzertszenen ein Augeschmaus ist. Wer kann leistet sich das Teil in 3D - sehr viel mehr kann man als Band dem Fan kaum mehr ins Haus liefern.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: adl (07.04.2014)

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