PORTRAIT - Crossroads

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VÖ: 25.04.2014
Bandinfo: PORTRAIT
Genre: Heavy Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

Spätestens seit dem starken Vorgängeralbum “Crimen Laesae Majestatis Divinae” sind die Schweden in aller Munde. Album Nummer Drei ließ fast geschlagene drei Jahre auf sich warten und wurde mittlerweile heiß erwartet. Nicht zuletzt Auftritte wie beim Keep It True-Festival 2012 schraubten die Erwartungen der wachsenden Anhängerschaft weiter nach oben. Und diese sollten nicht enttäuscht werden, soviel sei schon eingangs verraten. Auf „Crossroads“ überrascht das Quintett mit einem ruhigen Intro und schickt gleich „At The Ghost Gate“ hinterher, das in seinem getragen-rockenden Tempo über geradezu hymnische Qualitäten verfügt und bis auf den Solo/Mittelteil vermehrt an JUDAS PRIEST erinnert. „We Were Not Alone“ ist hingegen ein flotter gelagerter Rocker, der sich aber ebenfalls über das sonst bandübliche MERCYFUL FATE-Worship erhebt und noch vermehrtere Classic Metal/PRIEST-Referenzen aufweist. Danach geht es gewohnt in bester Tradition der großen dänischen Vorbilder weiter, die wieder omnipräsent (etwa das starke „In Time“ oder „Black Easter“) sind.

Der Spannungsbogen kann bis hin zum Rausschmeißer „Lily“ aufrechterhalten werden, der trotz seiner 9 Minuten-Länge klassisch-epischen Metaltheater ist. Ein Überkracher wie zuletzt „Beast Of Fire“ fehlt zwar auf „Crossroads“, dennoch sind PORTRAIT anhaltend gut in Form und überzeugen wieder mit ultramelodischen Gitarrenharmonien und einer fetten Portion Vintage-Feeling im atmosphärischen Düstermantel und mit passender Produktion. Herausragend agiert wieder einmal Frontmann Per Lengstedt (ex-Karlsson), der einmal mehr über sich hinauswächst und seine Stimmbände in bestem KING DIAMOND-Worship wieder in höchsten Tönen quält und die Oktaven erklimmt. Auf dem lässigen und kompakten „Crossroads“ findet wieder zusammen, was zusammengehört, dieses Mal noch konsolidierter und in insgesamt gereifterer Form. Die stark und dunkel aufspielenden Schweden sind ohrenkundig noch hungrig genug und werden mit den Deutschen ATTIC weiter an der Spitze der MERCYFUL FATE-Epigonen noch weiter als schon bisher in die geheiligten Metalhallen emporsteigen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (15.04.2014)

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