Necromantia - Nekromanteion - A Collection Of Arcane Hexes

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VÖ: 04.03.2014
Bandinfo: Necromantia
Genre: Black Metal
Label: Soulseller Records
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Lineup  |  Trackliste

NECROMANTIA gehören zusammen mit ROTTING CHRIST, ZEMIAL oder THOU ART LORD zu den wichtigsten Vertretern des „hellenistischen“ Black Metal. 1989 gegründet, tümpelt die Band bis heute im Underground umher – von vielen vergöttert, von der orthodoxen Szene oft belächelt oder verkannt. Dabei gehören sie ebenso wie MAYHEM, MASTER´S HAMMER, BATHORY oder TORMENTOR zu einer Black-Metal-Generation, die ihre Wurzeln tief in den 80ern hat, lange bevor beispielsweise DARKTHRONE ihr Debüt auf die Welt losließen. Unter dem Namen NECROMANCY veröffentlichte Morbid (der auf in einigen anderen Projekten wie zum Beispiel THOU ART LORD aktiv ist) bereits zwei Demos bevor er NECROMANTIA gründet.

Mit „Nekromanteion - A Collection Of Arcane Hexes“ erscheint nun zur Freude aller Sammler, Die Hards und Freunden obskurer Metaldemos eine Sammlung diverser NECROMANTIA und NECROMANCY Demos.

CD 1: NECROMANTIA 1990-1991
Auf der ersten CD befinden sich die beiden unbetitelten Demos von 1990 und 1991. Wer die beiden Alben „Crossing the Fiery Path“ und „Scarlet Evil Witching Black“ kennt, wird nicht überrascht sein. Die Alben knüpfen beinahe nahtlos an die Demos an. Die Qualität ist dabei durchaus gut hörbar. Markant ist dabei der typische Sound NECROMANTIAs, der im Gegensatz zu ihren norwegischen Brüdern ohne rauschige Gitarrenwände auskommt und oft den Bass in den Vordergrund stellt. Hinzu kommt das eigenständige Riffing, das nicht nur, in der heute als typische gesehenen Manier, durchgeschrubt ist. Bis auf „Lord of the Abyss“ enthält die Demo von 1991 alle Songs der 1990er Demo, mit eindeutig besserer Qualität. Auf beiden Demos findet man viele lange atmosphärische Parts, die Stimmung erzeugen sollen, oft aber durch ihre Eintönigkeit und fehlendem Druck, aufgrund der Demoaufnahme, sogar etwas nerven. Alles in allem hat man hat man aber hier bereits alle Trademarks der späteren Veröffentlichungen, bis auf den später vermehrten Keyboardeinsatz.

CD 2: NECROMANCY und „Covering Evil (12 Years Doing the Devil's Work)“
Auf CD zwei befindet sich die „Visons of Lunacy“ Demo von NECROMANCY von 1989. Die Demo klingt eindeutig mehr nach Thrash/Death Metal als Black Metal, die Grenzen waren zu dieser Zeit allerdings auch fließend. Jeder der sich für die erste Welle des Black Metal oder Death/Thrash-Demos interessiert, könnte daran auf jeden Fall gefallen finden. Die Qualität ist nicht die beste, aber man kann sich trotzdem relativ schnell einhören. Vier Song plus ein Sodom-Cover („Outbreak of Evil“) bietet „Visons of Lunacy“ in bester Rumpelmanier. Wer fett produzierte Studioaufnahmen bevorzugt, sollte jedoch die Finder davon lassen.

Mit dabei auf der CD zwei sind der bist dato unveröffentlichte und von 2001 stammende Song „Spiritforms of The Psychomancer“ sowie ein Teil der Compilation „Covering Evil (12 Years Doing the Devil's Work)“ auf der NECROMANTIA einige ihrer Lieblingsband coverten.

Bei den Covern geht es hingegen der Erwartung sehr traditionell und episch zu: „Death Rider“ von OMEN, „The Number of the Beast“ von IRON MAIDEN, „The Demon´s Whip“ von MANOWAR sowie „Mordor“ von RUNNING WILD werden zum Besten gegeben. Wenn man sich die Versionen von NECROMANTICA anhört, die hier in guter Qualität vorliegen, wird einem aber auch schnell bewusst, welchen Einfluss diese Bands auf ihr Werk hatten. Besonders MANOWAR dürfte nicht zuletzt wegen dem typisch basslastigen Sound Spuren hinterlassen haben.Für mich gibt es soundtechnisch beispielsweise einige starke Parallelen zu „Hail to England“. Bereits 1997 coverten sie von MANOWAR „Each Dawn I Die“.

Mit „Nekromanteion -A Collection Of Arcane Hexes“ hält man ein ebenso facettenreiches wie kultiges Stück Geschichte hellenistischen Black Metals in Händen. Während die Demos eher etwas für hartgesottene Undergroundfreaks sind, so sind die qualitativ besseren Aufnahmen auch für andere hörenswert. Trotzdem wird diese Veröffentlichung wahrscheinlich eher einen Kreis von griechischen Black Metal Fans ansprechen. Man sollte auf alle Fälle rein hören wen man auf den schwarzen Sound der Griechen steht!

“NEKROMANTEION is the sacred place where the art of NECROMANTIA (necromancy) is performed. A dark haven, hidden from the common eyes where the necromancer practice and evolves his magnum arcanum. Likewise this double cd compilation is a collection of almost all our works which are not included in our official albums, meaning demos, promos, splits, compilations, early works , covers e.t.c. It is the first time that all these rare gems are gathered in a double volume.

NECROMANTIA was always a band who followed its own dark path music wise. We created, not followed . We influenced and gave shape to the musical directions of younger bands and musicians. With NEKROMANTEION we offer you a full view of our wanderings through the Abyss since our profane birth in 1989….Be not afraid to look into the Erevos, although you must know that Erevos will look back at you….rejoice”



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: David Gappmaier (15.04.2014)

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