Death Destruction - II

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VÖ: 25.04.2014
Bandinfo: Death Destruction
Genre: Melodic Death Metal
Label: Gain Music Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Bei der schwedischen Formation DEATH DESTRUCTION zocken keine Unbekannten. Eigentlich als Nebenbeschäftigung der beiden EVERGREY-Recken Henrik Danhage und Jonas Ekdahl gegründet, holten die beiden noch HAMMERFALL-Basser Fredrik Larsson mit an Bord, den man ebenfalls aus gemeinsamen EVERGREY-Zeiten kennt. Im Unterschied zum Debutalbum Death Destruction” steht beim aktuellen Langholz ein anderer Sänger am Mikro, mit Tony Jelencovich (ICON IN ME, TRANSPORT LEAGUE) kein Unbekannter, hat der Gute doch auch schon FEAR FACTORY und MNEMIC live unterstützt.

Das Quartett hat sich in den Dienst des schon recht abgegrasten Stils des modernen Groove Metal /Melodic Death gestellt. Heißt grob PANTERA-Riffs gemischt mit Metal/Core/Sprechgesang (etwa “Give It A Try”), daneben dürfen noch Southern-Einflüsse a la BLACK LABEL SOCIETY mitmischen. Dank der Professionalität und Erfahrung der Musiker klingt das fett produzierte Endergebnis auch gar nicht übel, wenn auch wohlbekannt. Manchmal wächst der Vierer über sich hinaus („Divine Justice“ oder das stonerartige Groovemonster „Money, Blood, Crucifixus“ können viel), ansonsten dominieren Powerchords, Geshredder und tiefe Grooves von der Stange und die übliche Emo-Palette Melancholie, Melodie und Aggression.

Sänger Tony variiert zwar seine Stimme, sodaß in der HELLYEAH/LAMB OF GOD/MNEMIC etc.-Mixtur auch mal KORN Einzug halten dürfen (wie etwa bei der zweiten Single „Set The Sail“ oder "False Flag", vom allgemein regierenden Tieftöner nicht zu reden), dann wieder die Emo/Alternative-Seite angesprochen wird („Dead Pilot“) und auch mal sanftere Töne (“Towards The Light”) angeschlagen werden. So weit, so unaufregend, haben schon Legionen von Epigonen so gemacht. Man nehme die Erfolgsformel der oben genannten Bands, mische gründlich um und würze das Ergebnis mit einigen feinen Variationen und Einflüssen...heraus kommt „II“. Mehr als gehobenes Mittelmaß wird hier leider nicht geboten, von den Göteborger Musikern mit diesem Background sollte mehr erwartet werden können.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (21.04.2014)

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