Falconer - Black Moon Rising

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VÖ: 06.06.2014
Bandinfo: Falconer
Genre: Power Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

Von eingängigem Power Metal bis hin zur akustischen Folk-Perle. Vom etwas härteren, von US-Power Metal-Bands inspirierten Gesang eines Kristoffer Göbel wieder zurück zum melodisch, musicalgeadelten Organ des sympathischen Matthias Blad. Was hat die schwedische FALCONER-Besatzung, rund um Mastermind Stefan Weinerhall, nicht schon alles mitgemacht und vielleicht melden sich die Falkner anno 2014 genau aus diesen Gründen mit einem richtig starken Lebenszeichen zurück - und zwar in Form ihres achten Studiooutputs namens "Black Moon Rising".

Bereits das durch und durch ästhetisch gestaltete Coverartwork zeigt es meisterhaft auf: Der Phönix steigt wieder aus der Asche auf. Wobei man in Sachen FALCONER gar nicht unbedingt von einer notwendigen Wiedergeburt sprechen kann, sind doch die letzten Releases - jeweils auf ihre eigene Art und Weise - immer ziemlich überzeugend geraten. Während "Among Beggars And Thieves" noch eine konzeptuelle Reise durch das Land der Bettler und Armen war, die auch musikalisch dergestalt umgesetzt wurde (mit einer Mischung aus treibenden Power Metal-Songs und musicalgeprägten, epischen Nummern), spielte der Vorgänger "Armod" auf der gesamten Spiellänge mit folkloristischen, in punkto Härte stark zurückgefahrenen Elementen. Zusätzlich wurden sämtliche Songs in der Muttersprache der FALCONER-Jungs vorgetragen - und zwar auf Schwedisch. Harter Tobak für so manch eingefleischten Fans der ersten Alben, der aber ganz klar etwas für sich hatte...

Laut Weinerhall ist dieser Thematik mit ebenjenem Ausflug erstmals Genüge getan und nach einigen Monaten Pause fand die Band wieder Gefallen an ihren ursprünglichen Trademarks. Und das spürt man auf der neuen Scheibe ganz deutlich. Auf "Black Moon Rising" dürfen die Gitarren nämlich wieder filigran und melodisch schreddern, die Double Bass treibt den Hörer nach vorne und Blads Stimme thront einzigartig atmosphärisch und mitsingtauglich über den eingängigen Power Metal-Nummern. Egal ob der nach vorne gehende Titeltrack, das an "Mindtraveller" erinnernde, etwas folkloristische "Halls And Chambers" oder das ruhig startende, mittelalterlich-epische "The Scoundrel And The Squire" - das vorliegende Material erinnert schon nach dem ersten Gehörgang unmittelbar an das Debütalbum "Falconer" und das ebenso tolle "Northwind". Und genau in diesem Ton geht es auch weiter - "Wasteland", ein für FALCONER-Verhältnisse schon als hart zu bezeichnender Uptempo-Song, lädt zum Bangen ein, ein eingängiger Refrain natürlich inklusive. "In Ruins" weist ein paar progressive Elemente auf, während "At The Jesters Ball" ein irgendwie arhythmisches Stück Opera Metal darstellt und "Dawning Of A Sombre Age" mit seinem aggressiven, abgehackten Grundriff als lupenreiner Live-Hit durchgeht...

Und so könnte es noch ewig weitergehen, denn "Black Moon Rising" weiß einfach zu gefallen. Obwohl die Folk-Elemente auf dieser Scheibe, die diese Band eigentlich zentral ausmachen, wirklich stark verringert wurden, funktioniert das vorliegende Material hervorragend. In jeder Hinsicht. Klar, auch die achte Platte der Falkner ist kein innovatives Stück Metal, ist aber für Fans der ganz alten FALCONER und Anhänger von etwas klischeebeladenem, folkloristisch angehauchtem Power Metal mit einzigartigem, epischem Gesang ein absolutes Muss! Reinhören und abtauchen - das Gesamtpaket "Black Moon Rising" funktioniert nämlich richtig gut!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: mat (27.05.2014)

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