Dread Sovereign - All Hell's Martyrs

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VÖ: 21.03.2014
Bandinfo: DREAD SOVEREIGN
Genre: Doom Metal
Label: Van Records
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Lineup  |  Trackliste

„Wie schwer es fällt, eine Band neutral zu beurteilen, wenn der Sänger, in dem Fall Alan Averill Nemtheanga von PRIMORDIAL, im Kopf des Hörers eine bestimmte Erwartungshaltung erzeugt, zeigt sich, wenn man ein Review von seiner neuen Band DREAD SOVEREIGN schreiben soll. Alan ist ein totaler die-hard Metalfreak, der jeden einzelnen Ton, den er mit einer Band aufnimmt durchlebt und wie kaum ein anderer für authentischen, handgemachten Metal weit ab von modernen Massenproduktionen steht. Zuletzt hat er sich neben PRIMORDIAL und seiner BATHORY Tribut-Band TWILIGHT OF THE GODS mit den kanadischen Fanatikern J. Read und Chris Ross unter dem Namen BLOOD REVOLT die ganz extreme Schlachtplatte gegeben. Nun gibt es im Gegensatz dazu staubigen, knochentrockenen Doom.

Nun kann es auch in der Vita eines solchen gestandenen Recken passieren, dass nicht immer alles unantastbar ist. Im Falle von DREAD SOVEREIGN haben wir es mit extrem langsamem Doom zu tun, der einerseits mit großen Melodien aufwartet, der andererseits durch seine Zähigkeit und das Wiederkäuen bestimmter Riffs auch einige Längen aufweist. Zusätzlich ziehen einige Ambient lastige Teile die Stücke in die Länge, wie in „Cthulu Opiate Haze“, welches von seinen über zehn Minuten Spielzeit gerne 5 hätte abgeben können.

Die Songs selbst ähneln sich untereinander teilweise sehr, so könnten „Pray To The Devil In Man“ und „Scourging Iron“ im Prinzip das gleiche Stück sein, grade in den Gitarren gibt es einige Parallelen.

Hinzu kommen immer wieder gespenstische Zwischenspiele, wie z.B. „The Devil´s Venom“ oder auch „The Great Beast“, welche vor allem durch Keyboard Flächen und Stimmsamples, in letzterem natürlich von „The Great Beast“ Crowley.

Wie man es richtig macht zeigt die Band dann in „We Weild The Spear Of Longinus“, welches zwar einerseits zäh wie Lava ist, aber im richtigen Moment anzieht und die Doublebass kreisen lässt und so genug Spannung aufbaut und in seinen ganzen 11:35 Minuten nicht langweilig wird.

Gleiches gilt für „Cathars To Their Doom“, welches noch geschmeidigen Wüstenrock mit einbringt.

Das epische „All Hell´s Martyrs, Transmissions From The Devil Star“ ist dann am Ende das Highlight des Albums. Majestätisch, stampfend und mit einem Alan in absoluter Bestform!

Das Album hat definitiv seine Highlights, dennoch muss man sagen, dass sich auf einer Distanz von 67 Minuten auch einige Längen einschleichen. Auch in Sachen Sound müsste man etwas anziehen. Den Gitarren fehlt es schlicht an Power und immer die gleichen Zerlegungen nerven auf Dauer dann auch etwas.

So bleibe ich am Ende etwas ratlos zurück mit einem Album, was ich unbedingt bedingungslos lieben will, es aber nicht kann, weil mir das alles zu fahrig, unfertig und etwas drucklos klingt. Zwei, drei Songs und die Zwischenspiele weniger und ein fetterer Sound hätten der Platte definitiv gut getan.“



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Alex M. (01.05.2014)

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