Patria - Individualism

Artikel-Bild
VÖ: 21.04.2014
Bandinfo: PATRIA
Genre: Black Metal
Label: Indie Recordings
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

PATRIA haben mittlerweile ihr drittes Album am Start und liefern dem Hörer Black Metal Blasphemie in Reinkultur, jedoch besitzt das Album auch einige lahme Stellen.

Ihrem Stil sind PATRIA seit dem ersten Album „Hymns of Victory and Death“ relativ treu geblieben. Auch auf „Individualism“ erwarten einem dem Hörer typische Black Metal Songs, jedoch seit der ersten Veröffentlichung gesehen zunehmend mit einigen thrashigen Anleihen, sowie mit mehr Abwechslung.

Trotzdem schaffen es die Brasilianer kein Knalleralbum zu veröffentlichen. Zwar sind besonders die Songs „Far Beyond the Scorn“ oder „Outrage“ richtig gute Nummern, mit schön bösen und emotionalen Riffs, aber genau so befinden sich langweilige und unspektakuläre Songs wie „Blood Storm Prophecy“ auf dem Album. Immerhin merkt man der Band an, dass sie sich bemühen Abwechslung in das Geschehen zu bringen. So bauen sie immer wieder mal melodische emotionale Parts ein oder versuchen sich an etwas schrägere Töne. Allerdings hat man trotz alledem immer noch das Gefühl, dass man das meiste schon einmal in der mit Black Metal Bands übersättigten Szene gehört hat. Besonders bei dem vorherigen Album „Nihil Est Monastica“, welches weltweit sehr gute Kritiken bekam, konnten die Brasilianer mit packenden Riffs begeistern, die auf „Individualism“ leider etwas lahmer ausfallen. Da verwundert es umso mehr wenn Øysten von BORKNAGARD, der auch das Album gemastert hat, meint: „The most interesting and convincing traditional Black Metal album I have heard in years! Highly recommendable!“. Nicht nur die Riffs haben ein wenig abgespeckt, sondern auch das Lineup, so sind nur mehr noch Triumphsword hinter dem Mikro und Mantus, welcher sämtliche Instrumente übernahm, vertreten.
Øysten ist übrigens nicht die einzige Referenz zu bekannten Größen der Szene, das Coverartwork stammt nämlich von Costin Chioreanu der bereits für DARKTHRONE, ABSU, MAYHEM oder ULVER gearbeitet hat.

Ich persönlich kann mich der Meinung von Øysten leider nicht anschließen, dazu ist „Individualism“ im Gegensatz zu seinem Vorgänger ein wenig zu unspektakulär. Trotzdem gibt es einige wirklich gute Momente auf dem Album die vor allem PATRIA-Fans nicht verpassen sollten.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: David Gappmaier (05.05.2014)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Pulse
ANZEIGE