Black Label Society - Catacombs Of The Black Vatican

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VÖ: 04.04.2014
Bandinfo: BLACK LABEL SOCIETY
Genre: Southern Rock
Label: Mascot Records
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Lineup  |  Trackliste

Ich kann mich noch bestens erinnern, als ein gewisser Jeffrey Phillip Wielandt als neuer Gitarrist an der Seite des großen OZZY OSBOURNE in die Szene eingeführt wurde. Oberkörperfrei, mit bangender Mähne und seiner Les Paul "Bullseye" war der Jungspund alsbald in aller Munde. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen und das einstige Milchgesicht scheint irgendwie mutiert zu sein. Wilde Mähne, Rauschebart, Denim & Leather und sonstiger Redneck-Testosteronkram sind zum Markenzeichen des immer noch in aller Munde stehenden Saitenhexers geworden. Gleich geblieben ist die musikalische Qualtität, die ZAKK WYLDE über die Jahre auf den zahlreichen Alben abgeliefert hat. Das letzte "richtige" Studioalbum "Order Of The Black" hat auch schon vier Jahre auf dem Buckel, höchste Zeit, wieder einen amtlichen Full-Length-Dreher auf den Markt zu bringen.

Die Kompositionen auf dem neunten Studioalbum des haarigen, unter dem Banner BLACK LABEL SOCIETY agierenden Wilden, atmen wieder den typischen Südstaatencharme und geraten auch immer wieder in die Emo-ALICE IN CHAINS-Schiene (etwa die Single "My Dying Time" oder "Beyond The Down"). Erhaben, gefühlvoll und mit einem großen Verständnis für das bluesige Grundfeeling tönt "Catacombs Of The Black Vatican" warm und einladend, ja verführerisch. Es wird breitbeinig gerockt (etwa beim Opener oder "Believe"), gefühlvolle Balladen ("Angel Of Mercy" oder das eindringliche "Scars") runden das gehalt- und äußerst geschmackvolle, viel Attitüde und Flair versprühende, Akustik-Oeuvre ab. Der umtriebige, etwas weniger aggressiv zu Werke gehende Riffmeister läßt die Gitarren rollen ("Heart Of Darkness", "Damn The Flood") und überzeugt auch in puncto Gesang, der oftmals an seinen ehemaligen Bühnenpartner OZZY erinnert.

Zakk Wylde ist einfach cool, hat noch immer den "Blues" und für seine Fans eine weitere, tolle Platte gezaubert, die hochemotional und whiskeygetränkt frisch aus dem Südstaatensumpf entstiegen zu sein scheint und - trotz seiner introvertiert-schwermütigen Note - mächtig Arsch tritt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (11.05.2014)

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