U.D.O. - Live From Moscow

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VÖ: 23.05.2014
Bandinfo: U.D.O.
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

U.D.O. ist einfach unkaputtbar und walzt als German Tank auch im x-ten Frühling alles nieder, was sich ihm in Europa entgegenstellt. Zuletzt begab sich der Mann mit der schneidenden Stimme auf die 2013er "Steelhammer"-Tour und beglückte die Fans in vieler Herren Länder, besonders angetan zeigen und zeigten sich seit je her die ehemaligen Ostblockstaaten, welche von der Band immer schon beackert wurden und auch Rußland steht auf die Deutschen. Nur logisch, dass die neue Livescheiblette video- und soundtechnisch in Moskau ("Arena Hall", 28.09.2013) festgehalten wurde. Ist ja nicht das erste Mal, dass sich die russische Hauptstadt (wohl auch aus Kostengründen) für einen Livemitschnitt anbot ("Live From Russia" von 2001), wobei der Livedoppeldecker damals noch einige ACCEPT-Kracher auffuhr.

Altfans könnten es naturgemäß niemals zuviele ACCEPT-Tracks sein, dennoch kann die Band mittlerweile auf eine derartig reiche Auswahl an eigenen Veröffentlichungen zurückgreifen, dass es tatsächlich nur "Metal Heart" aus der Prä-U.D.O.-Phase auf das neue Live-Album schaffte. Die mittlerweile fünfte Konzertdokumentation ("Live In Sofia" erschien erst 2011) setzt vor allem songtechnisch andere Akzente. Fixstarter vergangener Toursets wurden aus vielfach live auf Tonträger dokumentierten Gründen ausgespart, um ein einigermaßen abwechslungreiches Programm zu garantieren. Das Set ist folglich weniger ein Wunschprogramm, sondern auch aus der Notwendigkeit geboren, Abwechslung für die Fans der in regelmäßigen Abständen tourenden Band zu garantieren. Besonders nett sind vor allem die Endachtziger / Früh-U.D.O.-Tracks wie "They Want War", das drückende "Go Back To Hell", "Mean Machine", "Timebomb" "Stranger" und das stimmungsvolle "Into The Darkness" anzuhören, welche die fehlenden Fixstarter ("Independence Day", "Thunderball") verschmerzen lassen.

Die Show war neben selten gespielten Tracks wie "No Limits" (1998) naturgemäß von Tracks (insgesamt 7) vom aktuellen Langstahl „Steelhammer“ dominiert, dennoch garantiert (neben den neuen Tracks wie "King Of Mean", dem mächtigen Titeltrack oder einer Hymne wie "Cry Of A Nation") ein Brecher wie "Holy" für satte U.D.O.-Vollverpflegung. Der Livesound ist ebenfalls adäquat und druckvoll geraten und des Mastermind´s Stimme schneidet immer noch in gewohnter Schärfe, wenngleich man bereits auf der vorherigen Tour ein wenig bemerken konnte, dass dem mittlerweile 62jährigen das Touren bzw. Auf-der-Bühne-stehen doch mehr zu schaffen macht als früher. Sei´s drum, die Leistung auf der Bühne paßte und auch auf dem Livedreher (erscheint auch auf BluRay/DVD) konnte die hämmernde Metalmaschine samt guter Spiellaune bestens festgehalten werden. Udo ist eine Metallegende, der mit seinem treuen Wegbegleiter Fitty Wienhold wohl auch weiterhin für glühende Metalhearts sorgen wird!



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (14.05.2014)

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