Hour Of Penance - Regicide

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VÖ: 12.05.2014
Bandinfo: HOUR OF PENANCE
Genre: Death Metal
Label: Prosthetic Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit einem runderneuerten Line-Up (vom Personal der letzten Platte, „Sedition“, ist nur noch Gitarrist Giulio Moschini vertreten) bringen die Italo-Brutalos von HOUR OF PENANCE ihr mittlerweile sechstes Album mit dem lakonischen Titel „Regicide“ heraus.

In ihrem Heimatland sind HOUR OF PENANCE so etwas wie eine Death Metal-Institution – gegründet wurde die Band schon vor 15 Jahren, und einige der bekannteren Namen im italienischen Death Metal stehen auf der „Ehemalige Mitglieder“-Liste. Vor allem Francesco Paoli, das Drum-Monster bei FLESHGOD APOCALYPSE, dürfte einigen bekannt sein (wobei er bei HOUR OF PENANCE die Vocals übernommen hatte).

Und FLESHGOD APOCALYPSE ist ein gutes Stichwort, wenn es darum geht, die Musik von HOUR OF PENANCE zu beschreiben: brutaler, technisch ausgereifter Death Metal a la SUFFOCATION trifft auf typisch italienischen Pathos. Stilistisch und thematisch setzen sich HOUR OF PENANCE damit irgendwo zwischen die prominenten Landsmänner und die Death Metal-Legionäre von EX DEO.

Wie es 15 Jahre Bestehen im berüchtigten „Musik-Biz“ vermuten lassen, ist an der Mucke qualitativ nichts auszusetzen. Da sitzt jedes Break und jedes Fill, das Songwriting ist abwechslungsreich, die Riffs aus der Oberklasse. Sonderlob holt sich mal wieder Drummer James Payne ab, der mit unglaublicher Präzision und Wucht den Rhythmus vorgibt.

Die Höhepunkte auf „Regicide“ sind immer bei den Songs auszumachen, bei denen brachiale Highspeed-Riffs auf majestätische, groovige Midtempo-Parts treffen. So z.B. bei „Reforging The Crowns“, dem leicht oldschoolig angehauchten „Sealed Into Ecstasy“ oder dem Stampfer „The Seas Of Light“. Der größte Kracher auf dem Album ist aber „Redeemer Of Atrocity”: abwechslungsreich, mit fettem Riffing und knackigen Refrain.

Das tröstet darüber hinweg, dass das restliche Songmaterial etwas unscheinbarer bleibt. Die massive Produktion und der hohe Qualitätslevel über die ganze Scheibe platzieren „Regicide“ auf jeden Fall in der oberen Brutal Death Metal-Liga.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (13.05.2014)

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