Game Over - Burst Into The Quiet

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VÖ: 23.06.2014
Bandinfo: GAME OVER
Genre: Thrash Metal
Label: Scarlet Records
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Lineup  |  Trackliste

Mensch Alter, ballern einen die vier Jungs aus Bella-Italia mit ihrem Zweitling „Burst Into The Quiet“ einen was auf die Birne. Da wirbelt die Thrasher-Rübe aber auf hochtouren und die sich einschleichenden Nackenverspannungen lassen nur erahnen, was für eine Kiste über einen hinweg gezogen ist.

Die Langrille hämmert mit den an EXODUS erinnernden Opener „Masters Of Control“ sofort aus den Vollen. Ein anfängliches Hochschaukeln in die verdammten Vibes und Emotionen des Songs? Fehlanzeige! Hier wird sofort geknüppelt das jeder Axt tragende norwegische Kleinholzfabrikant nur so vor Neid erblasst.

„Seven Doors To Hell“ lässt keine Zeit zum Verschnaufen und schlägt in die gleiche Kerbe wie der Opener. Vender, der nach dem Erstling der Band Anno 2012, den Platz von Med am Schlagzeug übernommen hat (ganz nebenbei hat der frische Wind der Bandentwicklung nicht gerade schlecht getan, eher im Gegenteil), knüppelt mit seinen Massagestäbchen im gleichen schweißtreibenden Tempo unbeirrt voran als gäbe es kein Morgen. Von den immer wieder passend eingebauten Gitarrenriffs – und soli gar nicht erst zu reden.

Es folgen „The Eyes (Of The Mad Gardener)“ bei dem Reno das Potenzial seiner Stimmbänder mit den vorbildlich dahin gerotzten Vocals schön ausschöpft, und „C.H.U.C.K.“, (wer oder was verdammt noch mal auch C.H.U.C.K. ist) der mit ein paar richtig geilen Riffs aufwartet. Beide Songs besitzen Potenzial für einige Luftgitarren-Spastereien. „No More“ und „Burst Into The Quiet“ (letzterer groovt ganz ordentlich) reihen sich zwar nahtlos an den anderen Songs der Platte an, doch sind keine Überflieger und wirken zuweilen etwas uninspiriert.

Die an alte Urgesteine wie EXODUS, TESTAMENT oder den jungen METALLICA erinnernden Songs „Trapped Inside Your Mind“ und „Nuke ‘em High“, fangen dann zur kleinen Abwechslung etwas ruhiger und verhaltender an, doch ziehen Reno und Co schnell wieder das Tempo an und schütteln ganz anhörbare Nummern aus den Instrumenten.

Trotz sauberer Produktion, die an manchen Ecken ruhig auch etwas roher hätte ausfallen können, ist den Jungs aus Ferrara ein durchweg gutes, doch keinesfalls wegweisendes Album gelungen. Die Speise beinhaltet auch keine besonders neuen Zutaten, die man nicht schon mal irgendwo im Schnellimbiss zu probieren bekam. So geht der Platte im Verlauf doch ziemlich die Puste. Ganz wie so ein guter alter Kartoffelbrei, zwar durchaus lecker, aber wer will sich mit der Pampe schon jeden Tag vollstopfen!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: inhonorus (22.06.2014)

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