THE QUIREBOYS - Black Eyed Sons

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VÖ: 20.06.2014
Bandinfo: THE QUIREBOYS
Genre: Blues Rock
Label: Off Yer Rocka
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Lineup  |  Trackliste

Kaum hat man sich intensivst mit dem tollen Vorgängeralbum "Beautiful Curse" befaßt, schicken sich die QUIREBOYS an, den immer noch verzauberten Fans neues Futter zu liefern. Das 30jährige Bandjubiläum nehmen die Engländer zum Anlaß, richtig zu klotzen und nicht nur zu kleckern. "Black Eyed Sons" erscheint als Package samt Live-CD (Unplugged vom Sweden Rock Festival) und Live DVD von der letzten Tour (Livereport von der Wörgl-Show), die alle Hits beinhaltet. Eingangs knüpft das lässige "Troublemaker" direkt an der immens hohen Qualität des Vorgängers an und auch die restlichen Songs umpielen den Hörer und nehmen ihn mit ihrer Melancholie, Wärme, Sehnsucht und Fragilität, gepaart mit Partyfeeling und hohem Wohlfühlfaktor in einem Wechselbad aus Gefühlen gefangen.

Wesentlicher Erfolgsfaktor im QUIREBOYS-Kontext ist die überragende Rauchstimme von Fronter Spike, in dessen markanten Organ sich alle Höhen und Tiefen des Rock n´ Roll (samt Nebenerscheinungen wie Drogen, Depression und ekstatische Euphorie etc.) abbilden. Weiters dominiert das Piano den Gutteil der bluestriefenden Songs. Wer drauf steht, fühlt sich auch auf diesem organisch-authentischen Album, welches die bunten Hunde mit ihren Hüten, Tüchern und Retro-Outfits kreiert haben, wie zu Hause.

In dieser Vielfalt und Originalität, aber auch Reife und Abgeklärtheit können sich die eigentlich mit ROLLING STONES, ROD STEWART, BLACK CROWES und AEROSMITH-Wasser kochenden Engländer auch im Jahre 2014 profilieren. Egal ob das hingebungsvoll-einschmeichelnde "What Do You Want From Me", "The Messenger" oder das lässige "Julieanne", das Sextett hat die wehmütig-balladeske Schiene einfach drauf. Zudem sind die Beteiligten einfach cool-sympathische, liebenswerte Chaoten und Originale. Allein damit können sie schon punkten.

Zudem beweist die Truppe, dass sie sich nicht (wie so manch andere Achtziger-Combo) auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht, sondern auch im neuen Frühling mit hochkarätigem, neuem Material überzeugt. Aufgrund der fast zu durchgängig ruhigen Gesamtnote (etwa "Mothers Ruin") und des ein wenig zu kurz gekommenen Kick-Ass-Faktor gibt es einen kleinen Punkteabzug, der die Fans aber keineswegs (abseits des tollen Packages) abhalten sollte, dieses lässige Album in Ohrenschein zu nehmen!





Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (23.06.2014)

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