Studfaust - Where The Underdogs Bark

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VÖ: 15.08.2014
Bandinfo: Studfaust
Genre: Rock´n´Roll
Label: Soulseller Records
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Lineup  |  Trackliste

Rock´nRoll will never die! schreit er die Parole in das derzeit wahrscheinlich wettermäßig nicht ganz so trven Norwegen.

Dass diese Form der harten Musik nicht sterben wird, scheint wahrscheinlich zu sein. Fakt ist, dass sie schon seit den 50ern des vorigen Jahrhunderts da ist und seitdem nicht mehr wegzudenken ist. Sogar MOTÖRHEAD leben noch, Stand Heute.

Und selbst dem bösesten Black Metaller strahlt dann doch einmal die Sonne im Herzen. Und dann kommt so etwas heraus. STUDFAUST mit ihrer zweiten Veröffentlichung, einer schicken Sieben-Track-Mini-LP, auf Vinyl. 200 Stück in Schwarz und 300 Einheiten in splattered red vinyl. Es gab bereits von der ersten Single der Band genau so viele Einheiten, auch über Soulseller Records. Und die Auflage ist ausverkauft. Damals, 2011 waren die Songs "Half Human, Half Dynamite" auf der Seite A und "1980's Ladies" auf der Seite B auf dieser Single zu finden. Zweiteres ist ein Cover von CIRCUS CIRCUS´ "80´s Ladies". Dabei handelte es sich um die Vorgängergruppe von W.A.S.P.

Gegründet wurden STUDFAUST 2011 von Bård “Faust” Eithun, der wohl als größte Drumhure Norwegens bezeichnet werden darf, so er nicht grad in einer der lauschigen JVAs des Landes darüber nachdenken muss was er grad getan hat. Das zweite Gründungsmitglied ist Tore Bratseth aka Stud Bronson ( ex-OLD FUNERAL, THE BATALLION und BÖMBERS). Vervollständigt hat das Line Up dann Pete Evil (u.a. BLOOD TSUNAMI) und Ende November bis Mitte Dezember 2013 gingen die Herren froher Dinge in das Caliban Studio in Oslo um vorliegendes Material einzuspielen.

Sieben Songs die sofort klicken, sehr basal aufgenommen, sauhart. Aber trotzdem voller Hooks und Melodien. Soundmäßig passt das, hier wurde nicht allzu viel getrickst. Manchmal verschwindet hinter den eine Idee zu lauten Gitarren ein wenig das Schlagzeug, aber das tut nicht wirklich weh. Rock´n´Roll halt. Sehr geil die Stimme, vom Stud persönlich, ein Hybrid aus einem verkühlten Lemmy und einem fröhlichen Black Metal Sänger. Das Schlagzeug treibt, die Gitarren mäandern zwischen Riffs und punkigen Läufen. Der Bass, leicht verzerrt macht die Soundlöcher zu. Herrlich, wie man zu Dritt so viel Krach machen kann…

Die zwanzig Minuten sind eindeutig zu kurz ausgefallen da hier wirklich eine Menge Spielfreude auf drei äußerst souveräne Musiker trifft. Vom fröhlichen "1980's Ladies" über das RAMONES-lastige „Street Judges Gavel“ bis hin zu Lemmy-Anbetungen wie dem Opener "Half Human, Half Dynamite" ist alles dabei. Deutlich härter als bei genannten Bands und durch Stud´s Stimme auch mit einer Prise Alleinstellung versehen.

Es ist eigentlich gar nicht wirklich schlecht, wenn in Norwegen ab und an auch die Sonne scheint...



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (10.08.2014)

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