Damage Source - Raise Hell

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VÖ: 00.10.2013
Bandinfo: Damage Source
Genre: Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Thrash aus deutschen Landen trägt – wie bekannt sein dürfte – das gleiche Prädikat "Wertvoll", wie eine schöne Flasche Traubensaft aus Frankreich. So verwundert die Musikbesinnung der Kölner Schadensquelle nicht sonderlich. Die Jungs haben in Eigenregie eine EP in die hungrige Meute geschmissen, mit der sie sich nicht hinterm Dom oder unter der Hohenzollernbrücke verkriechen müssen. Die Kurzrille ist zwar als Thrash Metal angepriesen, doch wurde die Platte so roh und dreckig eingehämmert, dass sich auch eine gehörige Portion Death breit macht.

Mit „Raise Hell“ bolzen die Jungs sofort durch die Lauschlappen. Die Nummer zündet mit ihrem rohen und dreckigen Scharm, das jedem sofort klar sein müsste, was einen die nächste Bierlänge, oder eher gesagt, die nächste Viertelstunde erwartet. Mein Anspieltipp schlecht hin.
„The Disease“ oder das basslastig startende „On Your Knees“ sind durchweg ganz nette Nummern, doch warten sie nicht gerade mit besonders frischem Wind auf und wollen bei mir nicht so recht zünden. „Ozymandias“ groovt dagegen total und lässt einen nicht die geringste Chance, die ausgelatschten Schuhe stillzuhalten. Da wackelt jede rollige Katze heftiger mit ihrem behaarten Arsch als zuvor.

Eine rohe und dreckige Produktion kann dem Thrash genau so viel Charakter verleihen, wie ein Whisky der im Holzfass reifen durfte. Die Combo von DAMAGE SOURCE haben eine durchweg gute EP raus gehauen, doch leider klingen einige Songlinien nach mehrmaligem Hören ziemlich ähnlich und bieten so nur bedingt Abwechslung.




Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: inhonorus (28.07.2014)

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