Necros Christos - Nine Graves

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VÖ: 25.07.2014
Bandinfo: Necros Christos
Genre: Death Metal
Label: Sepulchral Voice Rec.
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Lineup  |  Trackliste

Anfang des neues Jahrtausends gegründet und den Demo- und Split-Sümpfen entstiegen, stellen NECROS CHRISTOS nun, nachdem der Vorgänger „Doom Of The Occult“ (2011) sowohl bei Fans als auch bei der schreibenden Zunft reüssieren konnte, endlich neues Studiomaterial vor. Böse und düster kriecht auch schon das morbide und wuchtig-donnernde Riff- und Grab-Growl-Monster in die Gehörgänge, die Vier haben sich dem langsam-rollenden Death Metal verschrieben, der machtvoll drückt, aber auch Platz für epische Doom-Flächen lässt. Wo einen das östlich klingende Ethno-Intro noch in Richtung MELECHESH oder ORPHANED LAND denken lässt, belehrt einen das Sieben-Minuten-Monster „Black Bone Crucifix“ gleich eines Besseren. Der Sound erinnert an Combos wie zähe MORBID ANGEL, SONNE ADAM oder GRAVE MIASMA, vor allem aber lassen die simplen, gleichsam effektiven Riffwalzen, die verhallten Growls und das schleppend-sägende Tempo samt Weirdo-Gitarren-Soloabfahrten an alte Death-Metal-Zeiten im SAMAEL-Früh-90er-Stil in langsamer AUTOPSY-Moder-Atmosphäre denken.

Neben den beiden neuen "Metal"-Songs ("Black Bone Crucifix" und Titeltrack) hat man auch "Va Koram Do Rex Satan" (schon 2007 auf dem Longplay-Debüt veröffentlicht) und „Baptized By The Black Urine Of The Deceased" (vom 2004er Demo) recycled, die ebenfalls in ebenjene Kerbe schlagen, während „Gate“ und die „Temple“-Interludien wieder östlich beeinflusstes Gitarren/Sitar-Gezupfe mit reduzierter Trommelästhetik und Spoken-Word-Einlagen sind. Anders als es Bandpics und das Drumherum suggerieren mögen, kommen NECROS CHRISTOS aus dem weltoffenen und pulsierenden, aber auch schnöden Berlin. Der morbide, an der Rhythmussektion erneuerte Zirkel um Fronter Mors Dalos Ra pflegt aber nicht nur lyrisch, sondern auch optisch sein grimmig-mystisches Konzept aus verschiedenen Kulturen und spirituellen Lehren, die allerdings im todessehnsüchtigen, magischen und schwarzen Charme des Bandkonzepts ihren Schmelztiegel und gemeinsamen Nenner finden. „Nine Graves“ ist idealer Stoff für Freunde des Andersartigen und Okkulten, hier verquickt sich Doom Death mit (fern-)östlicher Akustik zu einem dunkel-düsteren Klumpen eindringlichen und starken Metals aus tiefen Katakomben, der als EP mit rund 40 Minuten Spielzeit daherkommt.



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (06.08.2014)

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