Wolf - Devil Seed

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VÖ: 22.08.2014
Bandinfo: Wolf
Genre: Heavy Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

WOLF tauchten um die Jahrtausendwende auf und machten primär mit dem grottigen Cover des Debütalbums auf sich aufmerksam. Die über die Jahre absolvierte Entwicklung mit fast konstant sehr guten Alben konnten die Schweden allerdings nicht in den Erfolg ummünzen, der ihnen zustehen sollte und so mussten sie zusehen, wie die jungen Wilden (ENFORCER, SKULL FIST & Co.) erfolgsmäßig an ihnen vorbeizogen und die Fans (vor allem auch die zahlreichen jungen Neueinsteiger) des widererstarkten Heavy Metal auch dank fetziger Liveleistungen an sich banden. Das neue Album, auf das die Fans immerhin drei Jahre warten mussten, sollte hinsichtlich dieser Entwicklung endgültig eine Trendumkehr einläuten und dem Vierer endlich den ihm gebührenden Erfolg zuteil werden lassen.

Schon das vorab veröffentlichte „Shark Attack“ machte klar, dass WOLF ein mächtiger Wurf in puncto Power/Heavy Metal gelungen war, der sowohl für die Jung- wie auch für die Altriege ein mächtiges Metal-Statement setzt und dahinter zusätzlich noch drei Ausrufezeichen platziert! „Devil Seed“ ist vollgepackt mit packenden und ergreifenden Metal-Geschoßen, vom eindringlichen „Skeleton Woman“ über das mächtig daherstapfende, gleichsam sägende wie melodiöse „Surgeons Of Lobotomy“ bis hin zur Up-Tempo-Nummer „Back From The Grave“, Abwechslung wird großgeschrieben und auch das Herzblut trieft förmlich aus jeder gezockten Note.

Drei Jahre nach dem Vorgänger vereinen WOLF auf tollen Nummern wie „I Am Pain“, „Killing Floor“ („…Vengeance Calling!…“) oder dem bärenstarken “River Everlost” die jugendliche Spritzigkeit und das Herzblut der nachrückenden Garde mit der dunklen und abgeklärten Heavyness gestandener (US-)Power-Metal-Recken (METAL CHURCH & Co.) und der Klasse von Kalibern wie JUDAS PRIEST, frönen aber nicht irgendwelchen Retro-Sounds, sondern packen das Ganze in eine zeitgemäße Produktion mit fett sägenden Gitarren & Co und kratzen am Thron der Genre-Größen.

Virtuose Gitarreneinlagen, tolle Melodieführung, homogen-knackiges Songwriting und die geile Röhre von Sänger Niklas „Viper“ Stalvind (man höre etwa „My Demon“ oder das coole „The Dark Passenger“), der immer wieder an METAL CHURCHs ex-Sänger Mike Howe denken lässt, faszinieren ebenso wie die Leichtigkeit, mit der manche der Nummern mit einem sachten Melancholie-Schleier bedeckt sind oder durch die Schwermütigkeit der dunklen Nacht gejagt wurden, wie es die skandinavischen Power Metaller zu tun pflegen (zuletzt TAD MOROSE auf ihrem "Revenant"-Album). WOLF haben ein derart dichtes, tightes und vor Spirit strotzendes Metalpaket geschnürt, dass jedes Metal-Heart vor Verzückung hüpfen muß, dieses Album wird sich wohl zwangsläufig in einigen Jahreslisten-Top-10 wiederfinden.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (11.08.2014)

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