Beatsteaks - Beatsteaks

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VÖ: 01.08.2014
Bandinfo: Beatsteaks
Genre: Alternative Rock
Label: Warner Music
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Lineup  |  Trackliste

Obwohl schon seit Mitte der Neunziger in der Szene umtriebig, landeten die BEATSTEAKS erst 2004 so richtig auf dem Radar der Massen, als das Album „Smack Smash“ im Zuge der Singles „Hand In Hand“ und vor allem „I Don't Care As Long As You Sing“ chartete und die Berliner somit bei einer breiteren Masse bekannt machte. „Limbo Messiah“ zog nach, der direkte Albumvorgänger “Boombox” aus dem Jahre 2011 landete gar auf Platz 1 der deutschen Charts, Gigs in Headlinerposition (u.a. auf dem "Chiemsee Rocks-Festival") waren nur eine logische Folge des stetig in der Publikumsgunst steigenden Quintetts.

Und auch der neue, selbstbetitelte Output wird wohl den erfolgreichen Vorgängern folgen, wenngleich das Album nicht auf Anhieb explodieren will. Der schmissige Opener „A Real Paradise“ ist schon mal kein schlechter Einstieg. Das selbstbetitelte Langholz aus der deutschen Bundeshauptstadt ist zwar mit viel guter Laune komponiert, es wollen aber - zumindest beim ersten Höreindruck - nicht alle Songs gleich im Ohr so haften bleiben wie das lässige „DNA“ oder andere unbeschwerte Hymnen aus der Vergangenheit. Die zackig-punkig angehauchten Alternative-Nummern werden gewohnt mit einer gewissen schräg-kaputten Note versehen, für die auch Sänger Arnim Teutoburg-Weiß seinen Beitrag leistet, wenn der selten unbehütete Fronter mit seinem Organ der Hitmischung ein Quäntchen Anarchie unterjubelt.

„Everything Went Black“ und „Creep Magnet“ tönen ruhiger und auch das flockige „Make A Wish“ oder “Pass The Message” verbreiten die gewisse Leichtigkeit, für welche die Fans ihre Band so lieben. „Gentleman Of The Year“ erlöste die darbenden Fans ja schon als Vorabauskoppelung von der langen Wartezeit, war aber (trotz aller Coolness) in seiner Zurückhaltung nicht wirklich der heiß erwartete, offenkundige Hit. Schneidiger sind “Up On The Roof“ und vor allem “Wicked Witch” ausgefallen, hier dreht das Quintett die Härteschraube leicht nach, ansonsten setzen die BEATSTEAKS ihren Erfolgsweg mit ihrer über die Jahre ausgefeilten und bestens erprobten Formel unvermindert fort und legen dabei ein Album vor, das zwar nicht beim ersten Durchgang zündet, aber mit jedem Hören wächst und die gereifte Klasse einer tollen Band dokumentiert.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (21.08.2014)

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