Sinister - The Post-Apocalyptic Servant

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VÖ: 23.05.2014
Bandinfo: SINISTER
Genre: Death Metal
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Holländer haben ja eine lange Tradition in Sachen Krawall. GOD DETHRONED, LEGION OF THE DAMNED, GOREFEST, THANATOS, PESTILENCE, ASPHYX und Co. brachten den weltoffenen und progressiven Staat neben dem Vereinigten Königreich, Schweden und Florida auf die musikalische Death Metal-Landkarte. Mit ihrem Debut „Cross The Styx” (1992) und dem kleinen Genreklassiker “Diabolical Summoning” geht die Entwicklung der Band auch mit dem Aufstieg eines heutigen Branchenriesen einher, schließlich gehörte man seinerzeit zur zweiten Welle jener Bands, deren Sound von Donzdorf aus die Welt eroberte.

In den folgenden zwanzig Jahren sollten SINISTER trotz Unterbrechungen immer wieder Alben veröffentlichen und rückten zuletzt dank guter Albumleistungen wieder mehr in Focus. In diesem Sinne wird auch auf dem neuen Album wieder alles richtig gemacht. Abwechslungsreiches Songwriting, feistes Geblaste, gezieltes Groove-Gesäge, druckvolles Drumgeknatter, apokalyptische Gitarrensoli sowie die mächtigen Growls von Urmitglied Adrie „Aad“ Kloosterwaard machen das Album zu einem mächtigen, abwechslungsreichen und tollen Reigen aus technisch angehauchtem Premium-Florida Death-Geballer und verläßlicher Polen-Wucht, der neben amtlichen Prügelorgien etwa auch das lässige „The Macabre God“ ausspuckt.

Über das wahrscheinlich unbedingt genrenotwendige, an den Vorgänger angelehnte, aber infantile Albumcover schweigen wir uns besser aus, erwähnenswert noch die wuchtige und moderne Brachialproduktion, weiter ist noch die Konsequenz bemerkenswert, alle Songtitel mit „The“ beginnen zu lassen. SINISTER sind seit einem Vierteljahrhundert im Geschäft und wahre Meister ihrer Zunft, in Sachen Death Metal ist den Oranjes nichts vorzumachen. „The Post-Apocalyptic Servant“ macht Feuer unterm Allerwertesten und serviert feinstes Genregeballer mit technischer Finesse, zudem gibt´s auf dem Digi noch drei fetzige Bonustracks, von denen sogar der AGENT STEEL-Track funktioniert. Hier ergibt alles das wichtige runde Bild, davon legt auch die neue Schlachtplatte Zeugnis ab. Grunz.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (27.08.2014)

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