Tyranex - Unable To Tame

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VÖ: 10.10.2014
Bandinfo: TYRANEX
Genre: Thrash Metal
Label: Black Lodge Records
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Lineup  |  Trackliste

Frauen gab bzw. gibt es im Speed/Thrash Metal ja wahrlich nicht viele...Dawn Crosby (DETENTE), Sabina Classen (HOLY MOSES), Debbie Gunn (SENTINEL BEAST), Britta Görtz (CRIPPER), Ann Boleyn (HELLION), Tyrannizer (NOCTURNAL), Nicole Lee (ZNÖWHITE) und natürlich THE GREAT KAT sind die wenigen Beispiele. Neues Paradebeispiel gefällig? Linnea Landstedt kommt aus Schweden und führt die Speed/Thrash-Armada TYRANEX an. Das erste Mal tauchten die Schweden ganz beiläufig als Ersatz der Schweden ANTICHRIST am Metal Assault-Festival 2012 auf meinem Radar auf. Nach dem flotten, wenn auch recht straighten 2011er Debut "Extermination Has Begun" präsentiert die Schweden-Schwadron, zukünftig um einen weiteren Gitarristen verstärkt, seinen neuen Longplayer.

"Bloodlust And War" ist gleichsam Ansage wie Opener des zweiten Albums, das mit dem Titeltrack gleich spritzig weitermarschiert. Straight, präzise und einprägsam holzen sich die Skadinavier durch die acht Songs und erinnern über weiter Strecken etwa an bereits genannte NOCTURNAL, wenngleich Linnea Landstedt doch um einiges weiblicher als "der" Tyrannizer kreischt und aufheult. Gleich ist die Vorliebe für pfeilgeraden, schnell gezockten, oftmals als "kompromißlos" umschriebenen Speed/Thrash Metal, der allerdings auch mit Headbang-Teilen aufhorchen läßt und die Wertschätzung für die teutonische Spielart dieses Sounds mehr als deutlich macht, aber auch Bay Area/EXODUS-Anleihen durchschimmern läßt.

TYRANEX huldigen mit lässigen Titeln wie "Chasing Death", "Take The Torch", "Invasion Of Evil" oder dem Schlußtrack den Vorvätern und pflegen die Tradition ebenso wie Attitüde und Habitus. Schreiben wir nieder, was eigentlich von Anfang an klar war: TYRANEX treten und thrashen amtlich Allerwertesten. Die Front-Blondine ist die USP (Unique Selling Proposition) im (Retro-)Thrash-Dickicht, den Rest haben bereits andere Combos schon intoniert. Man darf gespannt sein, wie sehr der Lady-Bonus den jungen wilden Schweden helfen wird, im Wust aus gleich hochambitionierten, ähnlich gelagerten und teils auch schlichtweg besseren Bands zu reüssieren. "Unable To Tame" macht definitiv viel Spaß, wartet mit gelungenem Genrestoff auf und stellt eine Verbesserung im Vergleich zum Debut dar!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (02.10.2014)

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