Bloodbound - Stormborn

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VÖ: 21.11.2014
Bandinfo: BLOODBOUND
Genre: Melodic Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste

BLOODBOUND befinden sich in einer Hochform, das mag zwar etwas hochgestochen klingen, aber mit diesem Album beweist das Sextett, dass es berechtigten Anspruch erhebt zu den Größen der Metalszene zu gehören. Einmal mehr setzen die Schweden auf Abwechslung, die bisher fast alle Alben ausgezeichnet hat. Die Songs fräsen sich bedrohlich in die Ohren und animieren einen sofort seine Rübe zu schütteln.

Los geht’s mit dem Painkiller (JUDAS PRIEST, für Nichtwissende) -mäßigen Lehrstück „Satanic Panic“, das dir sofort deinen Scheitel neu zieht - voll auf die Glocken. Mit fetter Urgewalt erobert der Speed Kracher „Nightmare From The Grave“ (mit einem Kinderchor im Mittelteil) deine Gehörgänge, der SABATON-ähnliche Stampfer „When The Kingdom Will Fall“ bläst dir dann endgültig die Lichter aus und „Seven Hells“ könnte auch auf der neuen ACCEPT sein. Mit dem monumentalen und mit fetten POWERWOLF-affinen Chören unterlegten „Iron Throne“ beweisen BLOODBOUND eindrucksvoll, welchen Standard sie inzwischen erreicht haben.

Der Sound ist bombastisch, bei richtiger Lautstärke dröhnt der Boden und die Nachbarn verbarrikadieren sich angesichts dieser Druckwelle. Die zwei talentierten Olsson-Brüder an den Äxten verarbeiten in den gelungenen Kompositionen zahlreiche technische Feinheiten und gehören mit Sicherheit zu den besten Musikern im Melodic Metal-Genre. Alle Tracks sind sehr abwechslungsreich und das Wichtigste ist, dass man nicht gleich vom überwältigenden Bombast erdrückt oder sogar erschlagen wird. Hier ist mit Patrik Johansson ein Wahnsinns-Shouter am Werk, der mit seiner beeindruckenden Gesangsperformance diesen Silberling zu einem absoluten Highlight macht. Diesmal geht die Post wirklich ab und ich frage mich ernsthaft, wer diese Band jetzt noch aufhalten will? Alle elf Songs sind frische, unverbrauchte Superhymnen, die jedes Herz eines Melodic-Liebhabers höher schlagen lässt. Melodisch, eingängig aber auch knallhart halten die Schweden ihren Kurs, der sie mit dieser CD weit nach vorne katapultieren wird. BLOODBOUND sind sich selbst treu geblieben und haben auf dem neuen Album, im Gegensatz zu vielen anderen Bands in dieser Sparte, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt, perfektioniert und auf unnötige Experimente verzichtet.

Das Album überrascht eigentlich nicht, es rechtfertigt nur den Stellenwert, den man den Herren schon im Vorfeld eingeräumt hat. Man hat diesmal das Gefühl, dass alles noch eine Ecke besser geworden ist, ausgereifter, eingängiger und einen Zacken härter. Dazu eine absolut starke Produktion, kombiniert mit ambitioniertem Songwriting, das zu gefallen weiß mit einer Vielzahl an eingängigen Hooks. Verdientermassen die Höchstnote für eine Klasseband, der diesmal der Durchbruch auf ganzer Linie zuzutrauen ist. BLOODBOUND haben das Zeug dazu in der Metal Szene zum absoluten Meg-Act heranzuwachsen, denn wenn sogar ein engstirniger Mitarbeiter (der nur auf Bands wie DEEP PURPLE und Konsorten schwört) Ihnen ein „gewisses Niveau“ zugestehen muss, spricht das wohl für die musikalische Vielseitigkeit dieser überragenden Band. Das klingt mehr als vielversprechend und entpuppt sich als echtes Highlight 2014.

Fazit: Mit „Stormborn“ werden sich wieder einige Türen für die Schweden öffnen. Ich hoffe wirklich, dass die Herren diesmal die Anerkennung seitens der Fans bekommen, die ihnen schon lange zusteht. Normalerweise müsste diese Supertruppe Festivals wie Wacken headlinen, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Der Grundstein ist gelegt - die Zeichen stehen auf Sturm. GROSSARTIGES ALBUM und meine uneingeschränkle CD des Jahres .



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: manfred (12.11.2014)

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