WITCH MOUNTAIN - Mobile Of Angels

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VÖ: 03.10.2014
Bandinfo: WITCH MOUNTAIN
Genre: Doom Metal
Label: Svart Records
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Lineup  |  Trackliste

1997 gegründet sind WITCH MOUNTAIN unter Doom-Fans längst ein Geheimtipp wenn es um atmosphärisch tiefgründige Klänge geht. Die aus Portland, Oregon stammende Band rund um Vokalistin Uta Plotkin, deren Stimme auch bei ARANYA, OLYMPUS MONS und STALKING JANE zu hören ist, präsentiert mit "Mobile Of Angels" ihren vierten Longplayer, nach welchem die Fronterin die Band verlassen wird um sich nach eigenen Angaben neuen Projekten zu widmen. Ob die Abschlussscheibe unter einer dem Ende entgegenblickenden Sägerin gelitten hat, oder Mrs. Plotkin hier noch einmal zu Höchstform aufläuft sei dem Leser im Folgenden berichtet:

"Mobile Of Angels" präsentiert sich als Gesamtkonzept, in welchem die zähflüßigen Songs nahtlos ineinander greifen, beim Konsumieren der Platte bemerkt man meist gar nicht wenn eine Nummer endet und die nächste beginnt. Man präsentiert sich mit äußerst schweren bis psychodelischen Klängen welche mit der melancholisch bis düster wirkenden Stimme der Fronterin ein atmosphärisches Klangbild schaffen. Man zieht vom härter anmutenden "Psycho Animundi" bis zum sanften "The Shape Truth Takes" alle Register und doch fehlt einem am Ende auch nach mehrmaligen Durchlauf eine unverzichtbare Komponente für die endgültige Überscheibe.

Der größte Negativpunkt an "Mobile Of Angels" liegt wohl im Wesen der Sache begraben, Doom ist langsam, gute Musik muss nicht schnell sein, aber sie braucht musikalische Höhepunkte und genau jene Fehlen der Scheibe leider trotz immensen Potentials. Man kommt sich vor als würde man einen langen Song hören der nicht einmal seiner ganzen gefangenen Energie den Weg in die Freiheit vergönnt, sondern nur gemächlich vor sich hin walzt. Doom/Stoner Allesfresser werden eventuell darin nach dem Genuß einer holländischen Zigarette die absolute Offenbarung entdecken, für einen Großteil der nüchterne Hörerschaft wird der Sound wohl auf Dauer zu langatmig sein. So bleibt ein ambitioniertes Album für Freunde des Psychodelischen, das mit ein paar treibenderen Riffs mehr wohl seine gesamte Wucht entfalten hätte können.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Laichster (27.09.2014)

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