The Flying Eyes - Leaving All Behind Sessions

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VÖ: 19.09.2014
Bandinfo: THE FLYING EYES
Genre: Psychedelic Rock
Label: Noisolution
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Lineup  |  Trackliste

Die Liste der Bands mit denen die fliegenden Augen aus Baltimore, Maryland verglichen werden ist eh schon Arschlang. Nach ihrem 2009er Album „The Flying Eyes“ wurden vergleiche mit THE 13TH FLOOR ELEVATORS, JEFFERSON AIRPLANE, IRON BUTTERFLY, CREAM und durch Kellys Stimme, die Jim Morrison verblüffend ähnelt, mit THE DOORS laut. Dazu gesellten sich nach der zweiten Langrille „Done So Wrong“, welches etwas schwerer ausfiel, DANZIG und BLACK SABBATH in freundlich. Nun gesellt sich garantiert noch die eine oder andere Band dazu, denn nach ihrer letzten Platte „Lowlands“, die einen anderen Weg mit tieferen Gitarren und Distortion ging, haben die Jungs erneut einen Richtungswechsel eingeschlagen. Auf der aktuellen Platte „Leaving All Behind Sessions“ liegt die Gewichtung auf Folk, Country und einer priese Psychedelic der alten fliegenden Augen.

Die Wurzeln zum aktuellen Album gehen wahrscheinlich auf die Country/Folk-Nummer „Leave It All Behind“ vom „Done So Wrong“-Album zurück. Jedenfalls ist „Leaving All Behind Sessions“ in zwei Teile aufgebaut.

Teil One ist sehr Country/Folk lastig und beginnt mit der instrumentalen Songspielerei „One“, die einen gewissen THE EELS-Touch versprüht. Es folgt „On My Mind”, welche einen guten Schuss Country a la ALAN JACKSON und GORDON LIGHTFOOT mit sich trägt. Weiter geht es mit einen weiteren starken Country lastigen Track „Lead Me Blindly”, bei den Erinnerungen an JOHN DENVER aufkommen und das 1960s angehauchte „No Change“, welches auf HERMAN´S HERMITS, THE HOLLIES oder PETER AND GORDON Pfaden wandert und zum Ende hin schön das Tempo anzieht.

Teil Two flirtet sehr stark mit der psychedelischen Vergangenheit der FLYING EYES. Es beginnt mit dem, von einer Akustikgitarre getragenen, Singer/Songwriter Instrumental „Two“, geht über in „I´ve Seen The Rain“, welche Titelmäßig stark an CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL erinnert, zu der vielleicht stärksten Nummer der Langrille. „Fireflies” fängt sehr psychedelisch an, erinnert stark an alte FLYING EYES-Zeiten und versucht zum Ende aus ihren Rahmen zu brechen. „Stay Away” und „Hold On” sind starke psychedelic Nummern im Folkgewand.

Die musikalsiche Weiterentwicklung der FLYING EYES ist zwar beim ersten Hören sehr überraschend, gar gewöhnungsbedürftig und auch wenn ihnen das neue Kleid gut steht, gefällt mir persönlich das psychedelic Gewand der vergangenen Tage an den FLYING EYES besser. Doch trotz allem ist den Jungs aus Baltimore ein starkes Album gelungen, welches vor allem durch seine enorme Vielseitigkeit punkten kann. Man wird durch diesen Schritt sicherlich den ein oder anderen Fan enttäuschen, doch auch neue hinzugewinnen. Ich für meinen Teil bin jedenfalls schon gespannt, wie sich die fliegenden Augen in den nächsten Jahren weiterentwickeln.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: inhonorus (17.09.2014)

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