Poets of the Fall - Jealous Gods

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VÖ: 19.09.2014
Bandinfo: POETS OF THE FALL
Genre: Rock
Label: Insomniac / Playground
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Lineup  |  Trackliste

POETS OF THE FALL aus Finnland können auch schon auf eine etwas mehr als 10 Jahre dauernde Karriere zurückblicken, in der sie in ihrem Heimatland so manchen Preis einheimsen konnten und zudem auf zahlreiche Gold und Platinauszeichnungen stolz sein können. Trotzdem die Finnen mit "Jealous Gods" bereits ihr sechstes Album abliefern, sind sie hierzulande mehr ein Geheimtipp geblieben. Das vorliegende Album bildet quasi den Abschluss einer musikalischen Trilogie die 2008 mit "Revolution Roulette" begonnen hatte, und sich 2010 im Folgealbum "Twilight Theater" fortgesetzt hatte.

Gleich als Opener gibt es die Singleauskopplung des Albums, betitelt "Daze" - ein ohrenschmeichelnder, nachdenklicher Poprock-Track, der mit durchaus kritischem Text aufzuwarten weiß. Beeindruckend die wandelbare Stimme des Sängers Markko, dessen charismatischer Gesang sich hier souverän bis in den extremen Falsettbereich bewegt. Zudem kann der Titel auch noch mit einem sehr opulenten Video beeindrucken - siehe unten.

Ähnlich gelagert der Titeltrack "Jealous Gods", dessen hynmischer Aufbau sich als bald zum Ohrwurm entwickelt. Überraschende, aber angenehm platzierte Synthklänge finden sich im Beginn von "Rumors", das sich in der Folge zu einem flotten Rocksong der Marke SUNRISE AVENUE auswächst. Komplett ohne den charismatischen Gesang on Markko kommt "Rouge" aus, das eine schön groovige Schlagseite präsentiert und das Können der Instrumentalfraktion ins rechte Licht rückt.

Beschwingt geht es zu bei den teils akustischen Stücken "Love Will Come To You" und "Clear Blue Sky". Bei "Rebirth" wird es dann richtig besinnlich, da der ruhige Track vor allem von der gesanglichen Leistung lebt, und in seiner simplen Eingängigkeit zum Träumen einlädt. "Choice Millonaire" schließlich beinhaltet eine handfeste Überraschung - mischen die Finnen doch hier einen ziemlich elektrolastigen Beginn mit melodischem Ohrwurm-Poprock, der wieder mit einem extremen Falsett-Stil im Refrain aufwarten kann, während sich der Gesang in den Strophen fast schon dem Rap annähert. Ein Zeugnis von großer musikalischer Bandbreite und Experimentierfreudigkeit im hohen Norden.

Ausgewogen und klar kommt der Sound aus den Boxen, sowohl bei den ruhigen akustischen Passagen als auch bei den treibenden stromunterstützten Songs. Erfahrenes Songwriting beschert dem Hörer gewöhnlich härterer Klänge so manchen Ohrwurm den er in dieser Form nicht erwartet hätte, kippt doch das Album deutlich mehr als bisher von den Finnen gewohnt in den Pop-Bereich. Das ist auch der einzige Kritikpunkt den man POETS OF THE FALL auf "Jealous Gods" vorwerfen kann - dass es unter dem Strich, trotz der hohen musikalischen Klasse, für das was man von ihnen gewohnt ist schon einen Tick zu soft geworden ist.

Anspieltipps: "Daze", "Jealous Gods", "Rebirth"



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (20.09.2014)

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