Aeons Of Ashes - Shutdown

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VÖ: 19.09.2014
Bandinfo: AEONS OF ASHES
Genre: Melodic Death Metal
Label: Noisehead Records
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Lineup  |  Trackliste

Wenn eine Band ihre Musikrichtung als „Modern Melodic Death Metal” bezeichnet, ist das meistens ein Schachzug, um den mittlerweile unerwünschten Begriff „Metalcore“ zu vermeiden. AEONS OF ASHES ist dagegen eine der wenigen Bands, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Erst vor wenig mehr als einem Jahr gegründet, aber zusammengesetzt aus gestandenen Musikern, machen die Niederösterreicher auf ihrem Debütalbum „Shutdown“ eben diesen melodischen Death Metal mit modernen Elementen (sprich: Breakdowns, und nicht zu knapp) und modernem, druckvollem Sound.

Ganz grob könnte man sagen, AEONS OF ASHES klingen wie alte DARK TRANQUILLITY oder IN FLAMES im Gewand von LAMB OF GOD oder DEVILDRIVER. Aber auch neuere KREATOR (im Kracher „Monocracy“), junge deutsche Oldschool-Death Metal Bands wie DAWN OF DISEASE oder eher melodischere Genossen wie BE’LAKOR (bei „Silence Will Fall“) fallen einem spontan beim Hören ein.

Der gefürchtete Core-Anteil beschränkt sich wie gesagt auf die Breakdowns (von denen es leider zu viele gibt – dadurch haben sie einen leichten Verlegenheits-Touch, als ob den Jungs die Riffs ausgegangen wären und man dann halt auf ein Standard-Breakdown zurückgreift) und die seit UNEARTH obligatorischen Piano-Parts.

Den Niederösterreichern gelingen auf ihrem Debütalbum einige Volltreffer: die oben erwähnten „Monocracy“ und „Silence Will Fall“, sowie das abwechslungsreiche „Winter Is Coming“ oder auch „White Lies" (ein Stück in klassischer DARK TRANQUILLITY-Uptempo-Manier) sind absolut Oberliga-konkurrenzfähig. Auch die Vocals von Tim Sklenitzka fallen positiv auf – kein weinerliches Core-Geschrei für diesen Herrn!

Allerdings trifft man auf „Shutdown“ auch auf einige eher unscheinbare Songs („Deprivation“, „As I Turn The Page“) und auf einige Aussetzer, die mit Gitarren-Leads aus der Mottenkiste den Albumfluss etwas stören („Into Oblivion“, „File“).

Insgesamt bleibt von „Shutdown“ aber ein durchaus positiver Eindruck über. Bleibt nur zu hoffen, dass es in Österreich durch Bands wie NORIKUM, HARMANIC oder eben auch AEONS OF ASHES zu einem ähnlichem Aufschwung in der Death Metal-Szene kommt, so wie es zur Zeit in Deutschland passiert.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (27.09.2014)

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