CENTINEX - Redeeming Filth

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VÖ: 21.11.2014
Bandinfo: CENTINEX
Genre: Death Metal
Label: Agonia Records
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Lineup  |  Trackliste

Vorliegendes Album markiert die Rückkehr der 2006 aufgelösten Schweden CENTINEX. Die zwischenzeitliche Auflage des Debuts „Subconscious Lobotomy“ durfte fast als Vorbote auf die Wiederauferstehung der Kultcombo gedeutet werden, die ähnlich wie etwa DEFLESHED, NAGLFAR und NECROPHOBIC eigentlich immer unter Wert geschlagen wurde. Mit großer Neugier darf man den neuen Klängen lauschen, um herauszufinden, was die Schweden im aktuellen Metal-Konzert mitzureden haben. CENTINEX-Stammbasser Martin Schulman ist ja seit der Auflösung der Band auch als Viersaiter bei den starken DEMONICAL engagiert, ist somit gut eingespielt und hat für vorliegendes Album gleich den DEMONICAL-Sixstringer Sverker Widgren mit an Bord gebracht. In soundtechnischer Hinsicht macht man das, was man immer schon im Blut gehabt hat, Death Metal nämlich, grundsätzlich skandinavischer Prägung (DISMEMBER, GRAVE & Co.), wobei dem kernig-krachigen Elch-Geholze noch eine wüste MASSACRE- oder BENEDICTION -Schlagseite verpaßt wurde. Folgerichtig fräsen einem gleich von Beginn an Verwüster wie „When Bodies Are Deformed“ die Schädeldecke weg.

Zur großen Riffsäge gesellt sich noch das zackige Hackebeil, das die mächtig sägende, crunchy Riffwand mit wohldosierten Blastattacken auflockert. Gnadenlos angedoomte Teile in bester Schwedentod-Tradition wie etwa im panzerartig losstürmenden „Moist Purple Skin“ sorgen für "Left Hand Path"-Retro-Feeling, das marschierende „Bloodraze“ frönt in erfrischender Weise der alten Schule und ist in bester Tradition wie die schon genannten oder auch der ein wenig an BOLT THROWER erinnernde Abschlußtrack „Eye Sockets Empty“ mit einem bärigen Mitbrüllrefrain perfektioniert. CENTINEX eiern nicht rum wie manch andere Todescombo und so mögen selbst simplere Titel wie “Stone Of Choice” zu gefallen. Dabei bellt Fronter Alexander (auch OCTOBER TIDE) wie ein angepißter Kettenköter und holt beim schleppenden „Unrestrained“ grölenderweise die letzten Eiterklumpen empor, während ansonsten flotte Uptempo-Smasher („Death Glance“) von mächtig daherstapfenden Crunch-Monstern wie “Rotting Below” oder „Dead, Buried And Forgotten“ abgelöst und ergänzt werden.

„Redeeming Filth“ ist ein mit tollem Artwork veredeltes, sehr starkes Comeback, das einem die "Wadln" vorrichtet, die Hochzeiten des Death Metal hochleben läßt und dank der langjährigen Erfahrung der Beteiligten sowohl musikalisch als auch songschreiberisch äußerst gelungen und kurzweilig geraten ist. Konnten zuletzt etwa die Deutschen (LIFELESS, REVEL IN FLESH oder SLAUGHTERDAY) auf sich aufmerksam machen, so schlagen die Skandinavier spätestens jetzt zurück, wobei CENTINEX mit diesem knackigen und knallharten Brett gemeinsam mit Mitstreitern wie eben DEMONICAL, MIASMAL oder ENTRAILS ganz vorne mitmischen!





Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (13.11.2014)

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