Vega - Stereo Messiah

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VÖ: 17.10.2014
Bandinfo: Vega
Genre: Progressive Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Immer wenn ich die Stimme von Nick Workman höre, gehen mir die Superlative aus. Der sympathische Brite ist meiner Meinung nach der Sänger mit der kraftvollsten Stimme der Gegenwart. Und wenn er sich dann mit genialen Songwritern wie den Brüdern Tom und James Matin zusammentut, kann nur Großartiges rausschauen. „Stereo Messiah“ heißt der dritte Streich der Briten VEGA innerhalb von nicht einmal vier Jahren und die Ideen gehen ihnen keineswegs aus. Denn wieder liegt ein Meisterwerk vor. Waren schon die Vorgänger „Kiss Of Life“ und „What The Hell!“ die jeweiligen Alben des Jahres, so verdient 2014 „Stereo Messiah“ dieses Prädikat uneingeschränkt, trotz Superscheiben von WORK OF ART, NIVA, JOHNNY LIMA oder HOUSTON.

Geboten werden zwölf perfekte Rockperlen ohne einen einzigen Schwachpunkt. Obwohl in nur zwei Sessions innerhalb von zwei Wochen aufgenommen, liegt auch wieder eine Top-Produktion von John Mitchell, der als sechstes Mitglied von VEGA bezeichnet wird, vor. Gemastered wurde das Ganze in Kanada von niemand Geringerem als Harry Hess (HAREM SCAREM). Ich will und kann keine Vergleiche ziehen („klingt wie...“), VEGA kopieren niemanden, auch nicht die viel zitierten, glorreichen 80er. Sie sind eine moderne, unvergleichliche Rockband.

Der Titelsong gibt gleich die Richtung vor: Dynamisch, abwechslungsreich, mit interessanten Tempiwechseln und energiegeladen marschieren die Songs „straight forward“. Die Refrains: Einer wie der andere Weltklasse, ohne sich selbst zu kopieren, jeder Track ist eigenständig. Only Killers, no Fillers!

Ein besonderes Schmankerl stellt „10xBigger Than Love“ dar, ein Song von DEF LEPPARD, erschienen 2003 als B-Side von „Long Long Way To Go“. Joe Elliot überließ ihn den Kollegen und singt darauf ein Duett mit Nick Workman, einfach fantastisch, wie sich die beiden kongenialen Stimmen duellieren und ergänzen!

Ein Hit reiht sich an den anderen, man hat keine Zeit zum Luftholen. Das Gaspedal wird erst am Schluss zurück genommen: „Tears Never Dry“, eine Powerballade mit unbedingtem Hitpotential beschließt ein grandioses Rockjuwel, das viele Jahre Bestand haben wird. „All Or Nothing“ will ich trotz der Genialität des ganzen Albums noch besonders hervorheben: Dieser Song wird Einzug in meine persönliche Top-Ten-Ever Einzug halten, absolute Suchtgefahr, unglaubliche Power von der ersten Sekunde an!

So, genug geschwärmt, aber „Stereo Messiah“ hat’s verdient, alle Daumen hoch und unbedingte Kaufempfehlung!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (21.10.2014)

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