Machine Gun Horror - Brutalized

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VÖ: 00.00.2014
Bandinfo: Machine Gun Horror
Genre: Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Da explodierte der Club förmlich, als kürzlich MACHINE GUN HORROR das Haus amtlich zerlegten (zum Livereport), als Draufgabe gab´s vorliegende Mini-CD, die aus unerfindlichen Gründen nie ihren Weg in das Stormbringer-Headquarter fand, nun aber endlich auch aus der heimischen Anlage donnert. So herrlich spielfreudig, unverbraucht und frisch wie auf der Bühne legt das Vorarlberger Quintett auch auf Tonträger nach. Die gezeigte Konsequenz und Kompromißlosigkeit, mit der sie schon auf der Bühne begeistern konnten, wurde auch im Studio an den Tag gelegt. Mit fünf Tracks, allesamt flink gezockt und hammergeil rausgetreten, überrascht das Debut der seit 2012 umtriebigen Jungs aus dem Bregenzer Wald. Dass das "Ländle" neben den (den Stormbringer-Lesern wohl bestens vertrauten) Heavy Metal-Veteranen MORTICIAN und den auch schon besprochenen MOROS (bei denen auch Gitarrist Buruc in die Saiten greift) rockt, ist spätestens jetzt aktenkundig...hier weht aus dem tiefen Westen eine steife Brise Thrash Metal über Österreich!

"Living To Thrash" ist als Opener ideal gewählt, der Hörer wird mit flirrenden Hi-Speed-Riffsalven brutalst niedergestreckt, Drummer Gabriel zaubert äußerst tight und treibt seine Kumpanen vor sich her, die mitziehen und die kernigen Gitarren heftig braten lassen. Die Hochgeschwindigkeitsgeschosse fliegen beängstigend tief, "World Domination" setzt umgehend nach und bricht Genicke. Hier leben die Hochzeiten der Achtziger in der Bay Area und im deutschen Underground wieder auf, die mit einer modern-dreckigen Schlagseite a la TOXIK HOLOCAUST und der wuchtigen Härte von Combos wie EXHORDER aufgepeppt, eine tödliche und mitreißende Mischung ergeben. "In War" startet vergleichsweise groovig und gedrosselter, jedoch nur um dann ungehemmt vorzupreschen. Den Sack zu macht dann der schon live bewährte Mitbrüller "Losing My Machine Gun", der in ähnlicher Form auch von SODOM stammen könnte.

Die Jungs wissen, wo das Gaspedal ist und haben keinerlei Hemmungen, es bis zum Anschlag durchzutreten! "Speed kills!" hieß eine Compilation-Reihe in den 80ern und genau diesem Motto hat sich auch das Five-Piece verschrieben! Vor dem geistigen Auge sieht man die Saitenfraktion wieder amtlich posen und Thrash-Metal-Party feiern, während sich Sänger Burny die Seele aus dem Leib brüllt. Am Sound dieser in Eigenregie veröffentlichten EP könnte man sicher noch ein wenig feilen, doch der Genießer weiß ohnehin die Authentizität und Erdigkeit solcher Klangbilder zu würdigen. Wenn die Jungs mit einem derartigen Tempo weiterdreschen und wüten, dann dürfte die Thrash-Wolke, die da über dem westlichsten Bundesland aufsteigt, wohl noch weitere Kreise ziehen! Dass die Jungs schon in wenigen Monaten wieder im Heiligen Land gastieren dürfen, wurde mit großer Begeisterung aufgenommen, jeder Speedfreak sollte sich der zwingenden Konsequenz dieses Thrash-Hammer hingeben!



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (21.10.2014)

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