Red Circuit - Haze Of Nemesis

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VÖ: 24.10.2014
Bandinfo: Red Circuit
Genre: Progressive Metal
Label: Limb Music
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Lineup  |  Trackliste

Ausgehend von dem auf YouTube veröffentlichten Video zum Track „Oceans Apart” von RED CIRCUIT darf man sich vom Album „Haze Of Nemesis“ viel erwarten: ein Kracher von einem Song mit einem Refrain zum Niederknien macht Lust auf mehr.

Leider wird diese Erwartungshaltung aber dann doch bei weitem nicht erfüllt. Alles, was nämlich nach „Oceans Apart“ kommt, ist bestenfalls guter Durchschnitt. Die typisch deutsche Mischung aus Power Metal-lastigem Prog mit einem guten Schuss radiokompatibler AOR-Refrains verspricht zwar viel, allein hängen bleibt wenig. Das haben Bands wie KAMELOT oder ANGEL DUST dann doch deutlich besser gemacht.

Diese Einschätzung gilt auch für Tracks wie „Worlds Collide“, ein Duett mit der omnipräsenten AMANDA SOMERVILLE, das aber eher als Düster-Schnulze a la NIGHTWISH oder LACUNA COIL durchgehen würde, ebenso wie für z.B. „Spear Of Fate“, wo mit extrafetten Gitarrenriffs in Richtung moderner Thrash geschaut wird.

Einzig der Langtrack „My Serenade“ kann mit düster-doomigen Riffs und SYMPHONY X-inspirierten progressiven Elementen noch mal positiv auffallen. Der Bonustrack, ein Cover von „Soldier Of Fortune“, kann dann wieder nicht überzeugen: wenn man ein Cover so nah am Original spielt, kann man gegen DEEP PURPLE nun mal nur verlieren (noch dazu wenn sich Bands wie WHITESNAKE oder OPETH den Track auch schon vorgenommen haben). Dass Fronter „Chity“ Somopala da trotz ansonsten ansprechender Gesangsleitung nun mal nicht an DAVID COVERDALE ankommt, darf da nicht überraschen.

Wer seinen Prog Metal ohne viel Prog, aber dafür mit Power Metal und AOR gewürzt mag, kann sich die Vollversion von „Haze Of Nemesis“ schon mal zu Gemüte führen, für den Rest der Welt reicht wohl der iTunes-Download von „Oceans Apart“.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (30.10.2014)

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