Cripper - Hyena

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VÖ: 07.11.2014
Bandinfo: CRIPPER
Genre: Thrash Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Den Namen CRIPPER sollten mitteleuropäische Thrash Metal Fans mittlerweile bereits gehört haben. Dabei handelt es sich um eine deutsche Thrash Metal Band um die charismatische Frontfrau Britta Görtz. CRIPPER wurden rasch zu einem Geheimtipp: Spätestens nach der Veröffentlichung von "Freak Inside“, einem meiner großen Highlights des Jahres 2007, hatten plötzlich so einige Metalfans diese Band auf dem Radar. Was danach folgte, war eine Phase der Produktivität, die sich zum Glück nicht in einer schwächer werdenden Qualität bemerkbar machte. "Hyena“ ist das bislang vierte Album der Band und bedeutet einen weiteren Schritt in eine vielversprechende Zukunft.

CRIPPER bleiben ihrer Linie treu, erweitern das eigene Klangkostüm aber dennoch in kleinen Schritten. Teutonische Raserei der alten Schule war noch nie CRIPPERs Ding, inzwischen setzen CRIPPER aber mehr denn je auf wichtige Riffs und viel Midtempo. Die schnelleren Passagen wirken so umso kraftvoller und wechseln sich geschickt mit der sonst vorherrschenden Groovewalze ab. Dabei bleibt man zum Glück - im Rahmen der definierten musikalischen Ausrichtung - so abwechslungsreich wie möglich: Ein Beispiel für die „typische“ Herangehensweise der Band ist der eingängige Opener “Hyena“, um einiges flotter wird es dann z.B. bei “Tourniquet“ oder “Animated Flesh“. Die größte zerstörerische Wirkung entfaltet man aber in jenen Songs bei denen man die Gitarrenriffs besonders breitbeinig tönen lässt. So ist “Bloodshot Monkey Eye“ ein gutes Beispiel dafür, wie fett die Gitarren bei CRIPPER klingen können. Ähnliches gilt für “The Origin“ und “The Jackhammer“, zwei der großen Highlights des Albums. Hervorzuheben wären zudem noch der trotz seiner über 7-Minuten langen Spielzeit kurzweilige Rausschmeisser “Pure“, sowie das ungewöhnliche, zunächst sehr langsame, „7““ mit seinem interessanten Refrain und einem überraschenden vokalistischen Abwechslungsreichtum.

Wenn man der Band etwas vorwerfen wollte, dann wäre dies vielleicht die Tatsache, dass man vielleicht noch etwas zu wenig experimentiert und noch ein paar größere Hymnen benötigt werden, um von einem Meisterwerk sprechen zu können. “Hyena“ ist für mich aber ein unglaublich unterhaltsames Album einer der besten Thrash Bands Deutschlands geworden. Frontlady Britta ist wie immer eine große Stärke der Band, die Instrumentalfraktion weiß aber auch zu jedem Zeitpunkt zu überzeugen. “Hyena“ ist für mich deutlich stärker als der Vorgänger “Antagonist“ und eines der großen Thrash-Highlights des Jahres für alle Fans die nicht immer ein durchgetretenes Gaspedal brauchen, um mit der Musik glücklich zu werden.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: El Greco (06.11.2014)

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