Kopek - Rise

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VÖ: 07.11.2014
Bandinfo: Kopek
Genre: Rock
Label: BMG
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Lineup  |  Trackliste

Nach ihrem durchaus beachtlichen, aber auch arg pubertierenden Debüt „White Collar Lies, werfen die irischen Alternative-Rocker nun ihren Zweitling unter die Massen. Auch wenn die Jungs dem Teenager-Alter längst entwachsen sind, kann auch „Rise“ einen gewissen Revoluzzer-Charme nicht verhehlen. Der Album-Opener Revolution lädt mit seinem RAGE-AGAINST-THE-MACHINE-Gedächtnis-Riff denn auch geradezu dazu ein, mal wieder ein TV-Gerät aus dem Hotelfenster zu schmeißen. Ein typischer Album-Auftakt - nach Aufmerksamkeit schreiend, aber noch ohne großes Wiedererkennungspotential. Diese Aufgabe kommt meistens dem zweiten Track zu, was auch hier nicht anders ist: „Love Penetrator“ ist fraglos der Hit der Scheibe und weiß mit einem Killer-Chorus zu gefallen.

Ebenfalls auf Hit getrimmt ist „The Water Song“, der auch „The Radio Song“ heißen könnte. Hier scheint die Truppe ohrenscheinlich den US-amerikanischen Markt anzupeilen. Mit dem Track können fraglos Heerscharen von kreischenden Teenagern begeistert werden, die auch bei 30 SECONDS TO MARS den Verstand verlieren. „Light Up My Room“ fällt dagegen wohltuend aus dem bislang vorhersehbaren Album-Rahmen. Hier liefern die Jungs einen überraschenden Akustiksong ab, der aber nicht etwa aus der wohligen Balladen-Ecke stammt, sondern Einsamkeit und Verzweiflung wiederspiegelt und die Combo damit von einer ganz anderen Seite zeigt.

Während die Iren auch auf „Rise“ wiederum keine Innovationsbäume ausreißen und markante Ecken und Kanten vermissen lassen, ist es einmal mehr die Reibeisen-Stimme von Daniel Jordan, die das Ganze aus dem Alternative-Einheitsbrei herauslöffelt und eine gehörige Portion Dreck hinzufügt. Wohlverstanden, die Band versteht ihr Handwerk, hier sitzt jeder Ton, die Arrangements sind professionell und das Songwriting ist solide - aber eben auch nicht mehr.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: symX (11.11.2014)

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