BLACK VEIL BRIDES - Black Veil Brides

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VÖ: 31.10.2014
Bandinfo: BLACK VEIL BRIDES
Genre: Post Hardcore
Label: Spinefarm Records
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Lineup  |  Trackliste

Für das neue, vierte und selbst-betitelte Album „Black Veil Brides“ hatten die Jungs aus Los Angeles ein klares Ziel vor Augen: alles wieder reduzieren und zurück zum ursprünglichen Kern ihres Sounds. Sänger Andy erzählt dazu: „Wir wollten wieder Songs zusammen schreiben… Und nachdem wir starteten, fühlte es sich richtig an. Es ist ein heavy, draufgängerisches Rock’n’Roll Album geworden.“

Um diese Gesinnung auch wirklich einzufangen, holten sie sich den legendären Produzenten Bob Rock, der schon mit Metallica und Mötley Crüe gearbeitet hatte. Unter ihm lernten sie völlig neue Wege und Methoden des Songschreibens kennen. Was die Lyrics betrifft, wurde ebenfalls ein anderer Weg eingeschlagen. Für Andy war die Zeit vor dem Album „Wretched and Divine“ von vielen negativen Emotionen beladen, die Texte dementsprechend düster und die Band hatte damit umzugehen. Diesmal bestimmte die Zusammenarbeit die Richtung.

Die elf neuen Songs gehören daher zu den aggressivsten und unterschiedlichsten Stücken, die die BLACK VEIL BRIDES bisher gemacht hat. Das Endergebnis ist: sie sind hiermit erwachsen geworden.

Schon der Opener „Heart Of Fire“ zeigt die neue Richtung an: es ist ein upbeat-Rock-Song, der den typischen Stil der Band mit zwei attackierenden Gitarren und einer antreibenden Rhythmus-Sektion wiedergibt. Dazu Andys markante Stimme, die von Shouts bis sehr gut und melodiös gesungen alles drauf hat. Die erwachsene Linie zieht sich durch bis zum Video, das es von „Heart Of Fire“ gibt. Auf dem sind sie sozusagen „unmasked“ zu erleben.

„Faithless“ und „Devil in the Mirror“ stehen dem Opener in nichts nach. Double-Bass am Schlagzeug, treibender Rhythmus sowie lässige Gitarren-Riffs lassen Headbanger-Feeling aufkommen. Slow und heavy geht es bei „Goodbye Agony“ zu. Keyboard und Gitarre liefern sich ein interessantes Wechselspiel, das perfekt aufeinander abgestimmt ist. Die Vocals sind ebenfalls sehr ausdrucksstark und die Emotion hinter dem Song ist zu 100 % gegeben.

„World Of Sacrifice“ beginnt mit einem markanten Schrei, der auch jeder Black oder Death Metal Band würdig wäre. „Last Rites“ ist erneut dominiert von den Riffs beider Gitarren und einem etwas düsteren Rhythmus, insgesamt aber kein düsterer Song, sondern mit einer Message und Melodie, die einem nicht ruhig lässt. „Stolen Omen“ – knallharter Song, harte Riffs, der Rhythmus hammermäßig, da fängt man zuhause doch gleich mit dem Headbangen an. Der Wechsel zwischen Shouts und gutem Gesang ist perfekt.

„Walk away“ ist der zweite Song des Albums, der mit viel Klavier und Keyboard bzw. Streicher und Chor beginnt. Auch nach dem Einsatz der Drums und heavy Riffs bleibt er sehr schön und ruhig und äußerst melodiös. Das Gitarren-Solo passt auch super rein.

„Drag me to the Grave“ fetzt voll los und klingt nach Heavy-Metal-Party Song obwohl er es eigentlich nicht ist. Die Message ist eine andere. „The Shattered God“ klingt nicht ganz so fröhlich, Fokus ist wieder Speed, Rhythmus, die Gitarren und der Gesang. Das danach folgende „Crown Of Thorns“ ist ein wenig düster, jedoch voller Energie und Power. Kein Einheits-Brei bzw. fader Song, sondern viel Abwechslung begleitet das letzte Lied des Albums.

Fazit: Ein Album voller energiegeladener Rock-Songs, die man nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Vor allem, wenn man sie öfter anhört, lassen sie einen nicht mehr los. Echt toll, was die Jungs hier gemacht haben – mit diesem „erwachseneren“ Album sprechen sie garantiert ein breiteres Publikum an.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (14.11.2014)

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