WICKED SENSATION - Adrenaline Rush

Artikel-Bild
VÖ: 28.11.2014
Bandinfo: WICKED SENSATION
Genre: Melodic Rock
Label: AOR Heaven
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

"Adrenaline Rush" ist das vierte Studioalbum der Band aus Baden Württemberg.

Michael Klein, der Lead-Gitarrist und Songwriter, steigert sich bei seinem Job stetig von Album zu Album. Das ist ganz deutlich bei dem neuen Werk zu hören. Eingängige Melodien, Rhythmen, die einen nicht still sitzen lassen, Refrains bzw. Text-Passagen, die einem nicht aus dem Ohr gehen, finden sich durchgehend vom ersten bis zum letzten Song. Dazu auch fast immer längere Parts ohne Vocals, wo die Gitarren zeigen dürfen, was sie drauf haben.

Als Sänger fungiert diesmal David Reece, der auch schon bei ACCEPT war. Er ersetzt Robert Soeterboek, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Seine Stimme passt sehr gut zu den rockig-melodiösen Rhythmen. Besonders gut klingen die diversen Chor-Einlagen, wenn Harry Hess (von Harem Scarem) mitsingt.

Gleich der Opener "King of the World" zeigt die Richtung an: sehr melodiös, sehr rhythmisch, viel Keyboard und Chor zum Refrain. Ein fetziger Song, wo der Fuss gleich mit tap-tap losgeht. Das folgende "Same old Situation" erinnert ein wenig an Van Halen und Extreme. Bestimmender Drum+Bass-Rhythmus, klassische Gitarren-Riffs und Keyboard. Ein sehr grooviger Sound, der hier entsteht. Dazu der Titel bzw. der Text, an dem auch viel Wahres dran ist.

"Misery" ist einer meiner Favoriten des Albums und auf jeden Fall ein Anspieltipp. Eine Top-Melodie, der man nicht aus kann. Nicht ganz so flott, wie andere Nummern des Albums, aber exzellent gemacht. Rockiger wird es mit dem nächsten Song "Leave me like a Fool". Er erinnert ein wenig an die 70er, jedoch mit viel frischem Wind dabei. "Blue Painted Sky" ist ein Biker Song mit häufigem "cruisin'" in den Lyrics, der ein lässiges Sommer, Sonne, On-the-Road Feeling aufkommen lässt.

"Angel in Black" liefert einen powervollen Start mit Bass, Drums und Keyboard. Dann setzen die Riffs voll ein und die Vocals bzw. eine gelungene Kombi Vocals + Chor. Teilweise dominiert der Bass ein wenig, aber das tut dem Lied gut. Die rockige Melodie sowie der Refrain gehen einem lange nicht aus dem Ohr. Das darauf anschließende "Living on my Memories" ist ein wenig ruhiger bzw. langsamer was den Rhythmus betrifft, ein schöner, runder Song, bei dem das Songwriting ganz besonders gelungen ist.

Nun folgen das rockigere "Desperate Nation" und der Titeltrack "Adrenaline Rush". Und dieser Song hat genau das, was der Titel sagt, bzw. was man bei den einzelnen Textzeilen raushört. Nehmen wir die Zeile "... faster than the speed of light..." - ja, das trifft auf jeden Fall auf die Gitarren und das Schlagzeug zu. Das Keyboard steht den beiden aber in nichts nach. Wortfetzen wie "accelerate" oder "rush" passen perfekt zu den instrumentalen Geschützen, die hier aufgefahren werden. Power von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Was können nun die beiden letzten Songs? "No more Lies" bringt heavy Riffs und einen heavy Power-Rhythmus seitens Bass und Schlagzeug. "This Time" ist eine Ballade, mit akustischer Gitarre und Streichinstrumenten/Keyboard. Ein Lied, das noch einmal volles Augenmerk auf die Vocals legt. Die haben es aber auch verdient.

Fazit: "Adrenaline Rush" gibt einem wirklich einen Adrenalin Schub, weil man kann bei den rockigen Rhythmen nicht ruhig bleiben.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (27.11.2014)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE