Winds Of Genocide - Usurping The Throne Of Disease

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VÖ: 22.01.2015
Bandinfo: Winds Of Genocide
Genre: Death Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Sowas kann nur aus England kommen! Crust-Punk-Death-D-Beat mit einem archaischen Sound und einer Sängerin der ich hiermit zwei Anführungszeichen schenke (""). Das Mädel schreit sich durch die neun Songs des Lang-Debüts von WINDS OF GENOCIDE als gälte es, den Gehörnten zu beschwören.

Nach der Debut EP ‘The Arrival Of Apokalyptic Armageddon’ im Jahre 2010 und einer Split 2012 mit den wahnsinnigen Japanern von ABIGAIL gibt es diesmal über eine halbe Stunde deftig einen auf den Kopf.

Der Opener "The Howling Wolves Of Armageddon" zeigt wo es lang geht und dieser Weg ist nichts für Schöngeister. Punkig der Rhythmus aber metallisch der Sound und das aus den Tiefen der Hölle kommende Black/Death-Geröchel von Kat Shevil setzt dem ganzen die Krone auf (zeitweise auch mit knackigen "Uhs" versehen)

Das Album schafft es, trotz der "voll auf die Fresse"-Direktive, gute Songs zu schreiben, diese Songs in ein herbes Soundgewand zu betten und auch noch maximal abwechslungsreich zu sein. Noch dazu können die Engländer ihre Instrumente ziemlich gut bedienen, hört euch nur immer wieder die irren Bassläufe an.

"Usurping The Throne Of Disease" hat ein lässiges SLAYER-Intro bevor es in eines der groovigsten Extremmetal-Läufe der Geschichte abdriftet nur um etwas später einen Black Metal-artigen Teil in Grund und Boden zu nageln und mit brutalem Death Metal Gesang zu garnieren. Gesanglich erinnert das ein wenig an die "Transcend The Rubicon"-BENDEDICTION oder auch mal an BOLT THROWER. Und TERRORIZER schauen bei der 1:24 Minuten-Erruption "Till Graven" auch ein wenig um die Ecke (auch hier wieder ein lässiger Basslauf).

Man merkt dann schon, dass die Band, wenn auch noch nicht so lange bestehend weiß, was sie hier tut. Hier wurden nicht nur neun Songs schnell mal zwischen Bier und Zigarette zusammengewürfelt, nope, man hat sich augenscheinlich Gedanken gemacht. Herausgekommen ist ein Mix aus allen heftigen Metal-Branchen mit der Ungezügeltheit des frühen Punk, super produziert.

WINDS OF GENOCIDE sind wahrlich eine extreme Band und zeigt, wie man solche Musik jenseits vom Würgen eines Tannenbaums in Nordnorwegen machen kann. Das, meine Freunde ist extreme Musik! (ach was: !!!) Und auch wenn die Zutaten nichts Neues sind, das Resultat aus der Vermengung derselben macht es. Runter mit dem Corpsepaint und das Haupt zu wirklich harter Musik gewachelt!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (14.01.2015)

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